Nach abgebrochenem Parteitag wählen die Grünen eine neue Vorsitzende

Die von sich selbst gebeutelten Berliner Grünen haben die Trümmer ihres Parteitags vom Wochenende in die Ecke gekehrt: Bei der Fortsetzung stimmten am Mittwochabend 88 Prozent für die Bundestagsabgeordnete Nina Stahr als Co-Vorsitzende neben Philmon Girmai, der wieder für den linken Flügel – besser bekannt als Merzens „Nicht-Kreuzberg-ist-Deutschland“-Milieu – antrat und 74 Prozent bekam. Stahrs Wahl verstößt zwar gegen die Satzung, die die Trennung von Amt und Mandat verlangt. Aber vielleicht nicht lange, falls die 41-Jährige bei einer Teilwiederholung der Bundestagswahl ihr Mandat verliert (CP von gestern). Und viele gute Alternativen gab es nach dem demonstrativen Abschuss der Realo-Kandidatin Tanja Prinz am vergangenen Wochenende ohnehin nicht.