Neues Ankunftszentrum für Geflüchtete: Berlin schafft’s nicht zum Stichtag
Berlin verfehlt den Zeitplan für das neue Ankunftszentrum in Tegel. Statt zum Start der EU-Asylregeln im Juni wird die Einrichtung frühestens Ende des Jahres fertig, bislang laufen nur vorbereitende Maßnahmen. Von Anna Thewalt.
Ab dem 12. Juni muss Berlin die Regeln der EU-Asylreform umsetzen: Geflüchtete sind dann nach einem EU-einheitlichen Verfahren zu registrieren. Dafür ist am ehemaligen Flughafen Tegel ein neues Ankunftszentrum geplant. Bis Ende Mai 2031 soll der Standort dafür genutzt werden, beschloss der Senat im Mai vergangenen Jahres.
Kenner und Genießer ahnen, wie der aktuelle Stand ist: Das neue Container-Ankunftszentrum wird frühestens Ende des Jahres öffnen. Laut Sozialverwaltung laufen derzeit lediglich „bauvorbereitende Maßnahmen“, Container sind noch nicht einmal bestellt. Erst ab Herbst rechnet die Behörde damit, dass die Verwaltungsmitarbeiter für die Registrierung nach Tegel umziehen können. Dann sollen auch die ersten Unterkünfte für Geflüchtete fertig sein. Bis dahin bleibt die Registrierung im bisherigen Ankunftszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik.