Weniger ist mehr

Aber Schluss jetzt mit der symbolischen Herumjammerei, schließlich kommt es doch auf die Inhalte an! Und davon gibt es einige auf den 152 Seiten bzw. 149 (Giffey: „Kommt drauf an, ob man das Deckblatt mitzählt“), egal: Jedenfalls etwa ein Viertel weniger als beim letzten Mal, und da haben wir schließlich gelernt, dass viel aufschreiben nicht unbedingt viel Ergebnis bringt. Die 22 Unterpunkte hätten fast den Adventskalender gefüllt, weniger überraschend ist, dass das Wort „Zukunft“ (in unterschiedlichen Varianten) gleich 52 Mal vorkommt, also etwa auf jeder dritten Seite. „Neu“ ist sogar 218 Mal dabei, für einen „Neuanfang“ allerdings hat es nicht gereicht (= 0).

Und dennoch ist viel Neues dabei, von Wohnen bis Wirtschaft (alle Details hier), spürbar vorwärts gehen soll es nun nach fünf Jahren mit angezogener Handbremse im Verkehr: Parken soll für Anwohner künftig zehn Euro im Monat kosten (bisher im Jahr), die Parkraumbewirtschaftung innerhalb des S-Bahn-Rings ausgeweitet werden. Zumindest ein Denkanstoß für Dauerparker. Ansonsten wichtig: Die Verkehrsverwaltung übernimmt die Zuständigkeit für Hauptstraßen; Gäste bekommen ein Öffi-Zwangsticket verpasst; so ziemlich alles andere wird ausgebaut (außer die A100) und Seilbahnen geprüft. Bis auf Letzteres durchaus sinnvolle Ideen – wenn sie denn nun wirklich mal auf die Straße kommen.