Senat will diskriminierende Werbung verbieten
Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) möchte sexistische Werbebotschaften von Plakaten und Videotafeln verbannen – dabei soll ein externes Rechtsgutachten helfen. Von Christian Latz
„Überall ist man mit Werbung konfrontiert, die zum Kauf bestimmter Produkte oder Dienstleistungen anregen soll“, beginnt eine von Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) unterzeichnete Unterrichtung an das Abgeordnetenhaus. Mehr als das schiere Ausmaß stören die Senatorin diskriminierende, meist sexistische Bilder und Botschaften auf Plakaten und Videotafeln – weshalb sie Inhalte wohl teilweise verbieten will. Die Justizverwaltung suche nach „Möglichkeiten einer gesetzlichen Regelung zur Reduzierung diskriminierender Werbung“, und will dazu ein externes Rechtsgutachten beauftragen. Die meisten der 74 Beschwerden bei der vom Land eingerichteten Jury gingen im vergangenen Jahr übrigens wegen sexistischer Werbungen ein (82%), teilte die Justizverwaltung mit. Gefolgt von rassistischen Zuschreibungen (18%) und dem Lebensalter (2%, Mehrfachnennungen möglich).