Die Bußgelder sind eingepreist“: Warum Riesenplakate so lang hängen bleiben
Es werde Licht: Die Werbeplane von Neukölln ist weg! Am Dienstag hat die Werbefirma das verhüllte Haus in der Sonnenallee befreit. Der Vermieter hatte die Verhängung auf drei Hausseiten mit künftigen Sanierungsarbeiten begründet: Die Plane sollte verhindern, das Putz hinunterfiele. Fakt ist aber: Das Ding war nicht genehmigt – daher ließ das Bezirksamt das Plakat abhängen.
Einen ähnlichen Fall schildert uns CP-Leserin Birgit Hesse: Auch ein Haus an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße sei seit dem Winter verdunkelt – mittlerweile mit dem 5. (!) Werbeplakat, aktuell von Apple. Unser Charlottenburg-Experte Cay Dobberke weiß: Die Genehmigung für das aktuelle Riesenposter ist schon im Juni abgelaufen. Ein Bußgeld wurde in diesem Fall noch nicht gefordert.
Weil die Werbeagentur dem Ordnungsamt aber mittlerweile mit Klagen droht (!!), arbeitet der Bezirk an neuen Maßnahmen zur Bekämpfung – zum Beispiel, werbende Firmen direkt zu kontaktieren. Revolutionär! Dass das drüben Neukölln so viel schneller geht, begründet Stadtrat Fabian Schmitz-Grethlein dem Checkpoint gegenüber mit dem „öffentlichen Druck“. Und bedauert generell: „Die Bußgelder, die gezahlt werden, sind eingepreist.“