„Radikale Anti Smartphone Front“ verteilt Zettel

Die merkwürdigen Zettel mit provokanten Sprüchen flattern am Alex, kleben am Berghain und sogar vor dem Tagesspiegel. „Ficken statt Facebook“, heißt es darauf, oder „Lieben statt Liken“. Unterzeichnet von der „Radikalen Anti Smartphone Front“ (RASF), die eine eigene Website hat.

Dahinter steckt Benno Flügel. Und die Zettel sind keineswegs neu, sagt er dem Checkpoint. „Die stammen noch aus meiner Studentenzeit vor zehn Jahren, ich habe sie kürzlich im Schrank wiedergefunden.“ Die künstlerischen Plakate sollen zum Austausch anregen. Schon damals sei es ihm auf die Nerven gegangen, dass Freunde auf ihre Handys starrten, statt sich zu unterhalten. Doch während er vor zehn Jahren beim Plakatieren noch angeblafft worden sei, wollten sich ihm heute immer wieder Leute anschließen. „Seit dem Aufstieg kalifornischer Tech-Oligarchen nehmen mehr Menschen die Bedrohung digitaler Abhängigkeit wahr“.