Busse bedauert frühere Äußerungen zu migrantischen Communities

Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) bedauert ihre Äußerungen von 2009 über migrantische Communities, die Bestsellerautor Thilo Sarrazin dankbar aufgriff. „Meine Absicht war niemals Menschen abzuwerten, gering zu schätzen, über einen Kamm zu scheren oder pauschal in Gruppen einzuteilen“, schreibt die ehemalige Neuköllner Schulleiterin in einer dreiseitigen Stellungnahme an den Landesschulbeirat, wie meine Kollegin Susanne Vieth-Entus gestern Abend erfuhr. Es ging um folgende Passage: „Sie bleiben einfach untereinander. Man muss sich hier ja auch gar nicht mehr integrieren. Man nimmt das Viertel in Besitz, und man lässt sich pampern.“ Das Zitat war zwar nicht neu und fiel schon damals aus der Perspektive einer über Jahrzehnte im Brennpunkt engagierten, angesehenen Schulleiterin. Aber in einem rot-grün-roten Senat ist Spitzenpersonal mit solchen unsanierten Altlasten ein Problem.