„Hier muss es sich um einen Irrtum handeln“: Blockierter Aufzug vor dem Roten Rathaus nur ein falscher Eindruck?

Blockade am Roten Rathaus? Gestern Morgen stand vor einem der Fahrstuhl-Eingänge vor dem Roten Rathaus plötzlich ein hohes Gitter (Foto hier), nur ein enger, kaum passierbarer Durchgang blieb. Wie Rollstühle oder Kinderwagen so herauskommen sollen, wisse er nicht, schrieb ein Leser. Die Senatskanzlei, die genau an diesem Ort das Hoffest am Dienstag aufbaut, kann sich das Foto nicht erklären. „Hier muss es sich um einen Irrtum (…) handeln“, schrieb ein Sprecher, beide U-Bahn-Fahrstühle seien zugänglich. Als Beweis schickte er Fotos eines vorbildlich zugänglichen Aufzugs. Leider nur war es der des anderen U-Bahn-Aufgangs. Nach Hinweis auf die Verwechslung (kommt dort vielleicht neuerdings einfach häufiger vor) kam ein Foto des richtigen Aufzugs hinterher, ebenfalls gitterfrei.

In der Senatskanzlei kann man sich „nicht erklären, wie der Eindruck zustande kam“, dass der Festaufbau einen Aufzug blockiere. Das Foto vom Morgen, am Ende nur ein falscher Eindruck? Dabei gibt es für einen Deepfake diesmal wirklich keine Anhaltspunkte: Laut Bild-Metadaten wurde das Foto am Donnerstagmorgen um 8:25 Uhr aufgenommen, auch der Leser schilderte seine Eindrücke glaubwürdig und ließ keine Kreml-Nähe erkennen. Aussage gegen Aussage und ein paar Stunden zwischen zwei Fotos desselben Aufzugs also… Aber wir wollen keinen Streit vom Zaun brechen. Schon gar nicht wegen eines Zauns.