Berliner CDU-Politiker Kurt Wansner rät Ferda Ataman, Deutschland zu verlassen

Weniger gut gefallen dürfte den Genossen, was der Alterspräsident des Abgeordnetenhauses alle paar Tage auf seinem Facebook-Kanal von sich gibt. Das CDU-Urgestein Kurt Wansner schreibt dort etwa: „Unsere Bundesaußenministerin, Frau Baerbock, war ja im Irak und hat sicherlich dort mit der derzeitigen Regierung besprochen, ab wann wir die irakischen Migranten wieder in ihre Heimat zurückschicken können, um ihr Land nach dem furchtbaren Krieg wieder aufzubauen. Das gleiche müssen wir auch mit der türkischen Regierung besprechen, wann auch sie ihre Bürger in ihr Land zurückholen. Die finanzielle Belastung für die Millionen Migranten kann sich die Bevölkerung in Deutschland nicht mehr leisten.“

Ob Wansner damit die türkischstämmigen Nachbarn in seinem Kreuzberger Wahlkreis meinte, schrieb er nicht. Vor einigen Wochen sprach er dann von einem „Wahnsinnsweg von Deutschland in der Ausländerfrage“ und schon Ende Februar riet der CDU-Mann der in Stuttgart geborenen Antidiskriminierungsbeauftragten, Ferda Ataman, „Deutschland doch einfach zu verlassen“, wenn es ihr „hier nicht gefällt“. Liberale Großstadtpartei hört sich jedenfalls ganz anders an. Aber auch das ist die Berliner CDU.