Das sind die neuen Corona-Regeln von Bund und Ländern
So, neue Zeiten, neue Regeln! Bald-Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich mit den Chefs der Länder auf einen Plan geeinigt, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Endlich. Wenn Intensivmediziner vor „Extremsport, Drogen und Unfallgefahren“ warnen, weil die Intensivstationen mit Schwerkranken und Sterbenden belegt sind, lässt sich eine Pandemie nicht mehr weghoffen. Folgendes wurde beschlossen:
+ Kinos, Theater und Restaurant sollen bundesweit für Geimpfte und Genesene offenbleiben können. 2G wird überall auf den Einzelhandel ausgeweitet – das ist in Berlin schon so.
+ Ab einer Inzidenz von 350 sollen Clubs schließen, ab der gleichen Inzidenz sollen Länder die Möglichkeit haben temporär auch Restaurants zu schließen und Alkoholverbote zu verhängen. Die Inzidenz in Berlin lag gestern bei 361,5.
+ Ungeimpfte dürfen maximal ihren Haushalt und zwei weitere Personen sehen.
+ Bei Veranstaltungen dürfen nur noch maximal 30 Prozent der Plätze mit maximal 5000 Menschen belegt sein. Im Freien liegt die Obergrenze bei 15.000 Menschen.
+ Ab Februar 2022 wird eine allgemeine Impfpflicht angestrebt. Eine solche Pflicht existiert bislang in Turkmenistan, Indonesien, Mikronesien, Neukaledonien und dem Vatikan.
+ Am Wichtigsten im Kampf gegen das Virus: Es soll wieder ein Verkaufsverbot von Böllern und Raketen zu Silvester geben.
Heute um 10 Uhr trifft sich der Berliner Senat zu einer Sondersitzung. Die Gastronomie soll offenbleiben, debattiert wird, Museen und Theater zu schließen. Kultursenator Klaus Lederer warnte am Abend: „Die Kultur darf nicht wieder als Sündenbock herhalten, um lange gemachte Fehler der Politik auszugleichen.“ Meine Kollegin Sonja Wurtscheid berichtet von der Sitzung.