Blech

Zu verleihen bleibt Blech. Das hätten wir in dieser Woche beinah dem Lieferdienst „Gorillas“ verpasst: In einem PR-Stunt hat das Unternehmen versucht, Unmut über Löhne, Zeitdruck und absurde Probezeiten zu zähmen – mit eigenem Plattenlabel (Q: Die Welt). Zur Förderung der „kreativen Kultur“ sollen Angestellte künftig ihre Tracks beim frisch gegründeten „Pedal Records“ produzieren: Dudeln gegen Ausbeutung, sozusagen.

Abgestaubt hat die Negativmedaille jedoch der checkpointbekannte Neukölln-Stadtrat Falko Liecke: Auf Twitter hatte er am Dienstag die Wahl der Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour mit einem „fröhlichen ‚Allahu Akbar‘“ quittiert, später ruderte der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende mit einer halbherzigen Entschuldigung zurück. Für den Kommentar vergeben auch wir eine Quittung: Blech.