Regeln für mehr Sicherheit von E-Scootern gefordert

Verkehrssicherheitsrat und Dekra haben das Unfallgeschehen mit E-Scootern beguckt (Verursacherquote: fast 90%) und schnitzen an Forderungen für mehr Sicherheit. Auf der Liste stehen Blinkerpflicht, großflächige Reflektoren oder zusätzliche Beleuchtung, Mindestalter 15 statt 14 Jahre, Prüfung für Nutzer ohne Führerschein, Beschränkung der Radwegbenutzungspflicht auf beschilderte Wege und -spuren (also wie für Radfahrer) statt Benutzungszwang auch von Buckelpisten. Wo zu wenig Platz ist für sicheres Nebeneinander mit dem Radverkehr, sollen Scooter auf die Fahrbahn – wo dann Tempo 30 gelten soll. Das Kriterium für T 30 („besondere Gefahrenlage“) soll gelockert werden. Geparkt werden soll auf separaten Plätzen möglichst auf der Fahrbahn statt als Stolpermikado auf dem Gehweg (hatte die Berliner Verwaltung übrigens schon für die aktuelle Saison versprochen).

Außerdem auf der Liste: Schulung von (Auto-)Fahrschülern, höhere Bußgelder für illegales Gehwegfahren (wie für Radfahrer beschlossen, aber für Scooter vergessen), Hotlinepflicht für Vermieter (für Mikadomeldungen), Tempodrosselung auf den ersten Fahrten sowie abends und an Wochenenden (wegen Alkoholpegel), Abrechnung auch nach Strecke statt nur nach Zeit sowie feste Ansprechpersonen bei Polizei und Verwaltung für die Sharing-Anbieter. Für all das wollen DVR und Dekra jetzt bei Behörden und Anbietern werben – damit die Unfallchirurgen weniger Überstunden machen müssen.