Kalayci stellt Impfzentren vor

Ein erster Lichtblick in der Pandemie sollen die neuen Impfzentren sein. Trotzdem bleiben einige zentrale Probleme weiterhin ungelöst. Von Lorenz Maroldt.

Kalayci stellt Impfzentren vor
Foto: Reuters

Heute ist der „Tag des Würfels“ – aber die Corona-Impfung soll nicht dem Zufall überlassen werden: Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci stellte gestern in der Treptower „Arena“ eines der sechs Berliner Impfzentren vor, 20.000 Dosen sollen in der Stadt insgesamt täglich verabreicht werden – aber erst dann, wenn der Bund über die Reihenfolge entscheidet.

Parallel zur Präsentation in Treptow trafen sich unbemerkt von der Öffentlichkeit die Berliner Amtsärzte mit dem früheren Katastrophenschutzbeauftragten Detlef Cwojdzinski sowie Architekten und Projektsteuerern, um über die Infrastruktur der Impfzentren zu beraten. Die Verantwortungsstruktur bleibt also genauso rätselhaft wie das Virus selbst.

Unter den Amtsärzten wird bezweifelt, ob genug Ärzte rekrutiert werden können – 20.000 Impfungen pro Tag wurden von einem der Beteiligten als „unmöglich“ bezeichnet. Die niedergelassenen Ärzte reißen sich nicht gerade um den Job, aber die Kassenärztliche Vereinigung will auch nicht als Bremser dastehen. Die Impfzeiten sind dagegen bereits geregelt – von 9 bis 17.30 wird zugestochen. Hoffentlich hält auch das Virus die Dienstzeiten ein.