Berlins Verwaltung hat deutlich mehr Personal – zumindest auf Landesebene
Der Senat konnte in den letzten Jahren viele neue Mitarbeiter gewinnen. Aber die Terminnot in den Amtsstuben der Bezirke lindert das nicht. Von Stefan Jacobs
Die Standarderklärung dafür, warum es auf Amtswegen in Berlin so läuft, wie es eben läuft, lautet: Personalmangel. Der sollte aber zumindest in der Hauptverwaltung, also beim Senat, gelindert sein: durchschnittlich 33% Stellenzuwachs während der vergangenen Legislaturperiode listet eine von Paul Fresdorf (FDP) angefragte Aufstellung auf. Regine Günthers Umwelt-, Verkehrs- und Klimaschutzressort führt mit +53%, was allerdings auch aus der Eingemeindung der Verkehrslenkung 2020 resultiert. Sandra Scheeres‘ Jugend- und Bildungsverwaltung wuchs (ohne Schulbereich) um 48% und sticht außerdem durch zahlreiche Beförderungen seit August dieses Jahres hervor. Gesundheits- und Finanzverwaltung liegen mit je 37% Personalzuwachs ebenfalls überm Schnitt, die Innenverwaltung wuchs mit 15% am wenigsten. Bezirkszahlen wurden nicht erfragt.