So treffen die steigenden Energiepreise die Berliner
Fast alle Haushalte müssen sich auf deutlich höhere Kosten für Strom und Gas einstellen. Was das konkret bedeutet, zeigen vier Berichte von Checkpoint-Lesern. Von Christian Latz
Als Opfer der prekären Energieversorgung müssen sich derzeit fast alle Haushalte fühlen. Gestern haben wir Sie gefragt, wie sehr die Preiserhöhungen bei Strom und Gas gerade bei Ihnen einschlagen. Etliche Leserinnen und Leser haben uns geantwortet. Eine Auswahl:
+ Kathrin B.: „Das Jahr 2022 begann mit einem Abschlag von 166 Euro für den Heizstrom. Mittlerweile war ich bei 220 Euro angekommen. Und ab Januar 2023 nun 455 Euro? Ich bin alleinerziehend und habe mich mühsam aus der Armut in den Mittelstand hochgearbeitet. Das ist dann ab Januar vorbei.“
+ Hans-Joachim T.: „Mein derzeitiger Stromanbieter überrascht mit einer Preiserhöhung von 95% bei Haushaltsstrom und 90% bei Heizstrom. Bei meinem benötigten Verbrauch zahle ich dann zusammen 700 Euro.“
+ Ruth H.: „Der Gaspreis hat sich gerade von 11,46 Cent auf 28,75 Cent erhöht. Keine Ahnung, wohin das alles noch führen soll. Als Alleinerziehende in einer schlecht isolierten Mietwohnung eine echte Herausforderung.“
+ Claudia B.: „Knapp das Vierfache des bisherigen Verbrauchspreises ist beim Gas künftig fällig. Mein monatlicher Abschlagsbetrag beträgt aktuell 185 Euro. Eine Anpassung des Abschlags auf 740 Euro ist für mich schlichtweg utopisch.“
Was viele Leser erbost: Obwohl sie Ökostrom beziehen, treibt die Gaspreis-Krise ihre Energiekosten in die Höhe. Rechtlich müssen jedoch, vereinfacht gesagt, auch Anbieter, die nur günstigen Strom aus Wind und Sonne produzieren und vertreiben, diesen ins Netz einspeisen – und anschließend zum allgemeinen Marktpreis einkaufen. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel (T+).