Weltkriegsbombe in der Nacht entschärft
dieser Blindgänger hat die Stadt am Dienstag kalt erwischt: Stralauer, Spandauer und Grunerstraße gesperrt, Bahnhof Alexanderplatz dicht, Fernsehturm geschlossen, gut 1000 Wohnungen vom Nikolaiviertel bis zur Jannowitzbrücke evakuiert, Rotes Rathaus geräumt. Dort fiel wegen der Entschärfung der 250-Kilo-Weltkriegsbombe ausgerechnet die Präsentation der DVD-Doku „Don’t call it Heimweh“ über das Leben der Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer aus. Die 98-Jährige, die den Holocaust überlebt hat, wollte an der Präsentation teilnehmen. So dramatisch kann Geschichte plötzlich werden. Glücklicherweise endete der lange Abend gut: Um 0:13 Uhr meldete die Polizei die erfolgreiche Entschärfung – und dankte ebenso wie die Feuerwehr allen Beteiligten für ihre gute (Zusammen-)Arbeit. Wenn’s drauf ankommt, funktioniert Berlin dann doch.