Mangelhafte Barrierefreiheit in Berlin: 40 kaputte Aufzüge bei der S-Bahn – und keine Infos zur Reparatur

Während die BVG noch viele Aufzüge zu bauen hat, um barrierefrei zu sein, ist die S-Bahn größtenteils damit fertig. Und zwar so dermaßen fertig, dass aktuell Dutzende nicht funktionieren. Von Stefan Jacobs

Mangelhafte Barrierefreiheit in Berlin: 40 kaputte Aufzüge bei der S-Bahn – und keine Infos zur Reparatur
Ein defekter Fahrstuhl in einem Bahnhof (Symbolbild). Foto: privat

Seit 2022 muss der öffentliche Nahverkehr laut Gesetz barrierefrei sein. Während die BVG noch viele Aufzüge zu bauen hat, sind sie bei der S-Bahn größtenteils fertig. Und zwar so dermaßen fertig, dass aktuell rund 40 Stück nicht funktionieren. In der vergangenen Woche sei mit 50 Ausfällen ein Rekord aufgestellt worden, berichtet ein Rollstuhl fahrender Stammkunde. „Wenn Rahnsdorf, Friedrichshagen, Köpenick, Schöneweide, Adlershof und Grünau kaputt sind, ist der Südosten quasi unerreichbar.“

Die Hotline empfehle, zu fahren, wenn sie wieder funktionieren (Rollstuhlfahrer haben bekanntlich keine dringenden Termine, nicht wahr?). Wann das sein werde, wisse man leider nicht. In Frankfurt am Main, wo die beschwerliche Reise des CP-Lesers begann, laufe das übrigens so: „Wenn dort mal ein Aufzug defekt ist, hängt an allen Stationen der Linie und am Ort selbst eine Info, welche Alternative man nehmen kann.“