Die Checkpoint-Fortsetzungsgeschichte mit Berit Glanz

Woche für Woche starten Berliner AutorInnen im Checkpoint eine Erzählung. Wie es weiter geht, entscheiden die LeserInnen. Heute beginnen wir unsere letzte. Von Berit Glanz

Die Checkpoint-Fortsetzungsgeschichte mit Berit Glanz
Foto-Copyright: Berit Glanz

„Erzähl mal weiter“ – gemeinsam mit AutorInnen und Ihnen wollen wir während der Sommerferien Fortsetzungsgeschichten schaffen. Den Auftakt der letzten Woche macht heute Berit Glanz.

Stalagmit

von Berit Glanz

Hätte sie wenigstens das Licht angemacht, bevor sie die Kellertreppe hinunterlief. Aber meist rannte sie bloß im Dunkeln die Stufen hinab, der Lichtkegel aus dem Flur des Mietshauses war gerade genug, um sich die Flaschen aus ihrem Verschlag zu greifen. In der Kellerfeuchte blieben sie zumindest ein wenig kühl. Doch dieses Mal war die Feuerschutztür zugefallen und ließ sich nicht mehr öffnen, vielleicht hatte sie sich verhakt. Erschreckt hatte sie sich mehrfach gegen die Tür gestemmt, geklopft und dann sofort versucht, Milan anzurufen. Er war natürlich nicht ans Telefon gegangen. Nun saß sie auf dem Betonfußboden in einer kleinen Insel aus Smartphonedisplaylicht. Sie hatte Milan sicherheitshalber eine Reihe von Nachrichten geschickt, hoffentlich würde er kommen, bevor es völlig dunkel wurde. Sie fröstelte und stellte den Bildschirm etwas dunkler, um Batterie zu sparen. Ihre Lichtinsel wurde kleiner. Zumindest war der Akku noch voll genug, um sich ein wenig abzulenken, dachte sie und öffnete...

Und jetzt sind Sie gefragt – Wie soll es weitergehen? Schicken Sie uns Ihre Fortsetzung (maximal 600 Zeichen) bis spätestens heute um 16 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de. Die beste Idee veröffentlichen wir morgen im Newsletter. Und die gesamte Geschichte (deren Ende wiederum Berit Glanz am Freitag schreiben wird) lesen Sie am Wochenende im Tagesspiegel und auf Tagesspiegel.de.