Viel Aufwand, wenig Hörer: Podcast des Abgeordnetenhauses plant neue Folgen
Seit 2019 produziert das Parlament Podcasts, doch die Hörerzahlen bleiben niedrig. Für 2026 sind dennoch neue Folgen geplant, die pro Episode über 1500 Euro kosten. Von Jessica Gummersbach.
Wer nicht lesen will, muss hören: Seit 2019 versucht sich das Abgeordnetenhaus im Podcasten. Erst erschien die Reihe „Parlamentsgeflüster“ mit Einblicken ins Tagesgeschäft. Es folgte „Buchner trifft“, in dem der damalige Präsident Dennis Buchner (SPD) Berliner Persönlichkeiten ins Parlament einlud. Im Oktober startete seine Nachfolgerin Cornelia Seibeld (CDU) dann „Von Stadt zu Stadt“ über Berlins Städtepartnerschaften. Erschienen sind bisher zwei Episoden, eine über Tel Aviv, eine über Los Angeles.
Aber jetzt geht’s richtig los: „Für 2026 ist die Veröffentlichung mehrerer Folgen geplant“, schreibt ein Sprecher des Abgeordnetenhauses auf Checkpoint-Anfrage. Die Produktionskosten: 1562,50 Euro netto pro Folge. Die Fanbase: eher überschaubar. Zur genauen Zahl der Hörerinnen und Hörer liegen demnach „keine eigenen Erkenntnisse vor“. Obwohl man zumindest bei Spotify eigentlich nachschauen kann, wie oft ein selbst hochgeladener Podcast geklickt wird. Was man auch öffentlich einsehen kann: Die bisherigen beiden Folgen von „Von Stadt zu Stadt“ haben keine Bewertungen auf Spotify und Apple Music. Auf YouTube kommt Folge 1 auf 119 Aufrufe, Folge 2 auf 49. Viel Audio, wenig Audience.