Frühlingsgefühle in Berlin: Im Garten zwitschern die Vögel, im Park blühen die Krokusse und an den Laternen sprießen lächelnde Politikerinnen und Politiker. Sechs Monate vor der Wahl erreichten uns zuletzt viele irritierte Mails aus der Checkpoint-Community: Dürfen die das?
„Einzelne Parteien scheinen von der ‚Morbus Plakatensis‘ ergriffen zu sein“, schreibt Landeswahlleiter Stephan Bröchler gut gelaunt. Zur Erinnerung: Kostenpflichtige Flächen (etwa Stromkästen) dürfen ganzjährig plakatiert werden, kostenfreie Laternen frühestens sieben Wochen vor der Wahl. Aber: Läuft ein Volksbegehren, dürfen Parteien während der Eintragungsfrist zusätzlich plakatieren. Deshalb hängen Plakate zu „Berlin autofrei“ schon jetzt. Der Hinweis darauf steht allerdings oft nur klitzeklein neben den Kandidatenköpfen. Ist das nicht eine kreative Überdehnung des Gesetzes? Nein: Solange ein Bezug besteht, ist die Schriftgröße egal. Bröchler stellt klar: „Nach dem Wortlaut des Gesetzes besteht für die Verwaltungsbehörden kein Ermessensspielraum, um die Gesamtwirkung des Plakates zu bewerten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.“ Vermessen kann man’s trotzdem finden.
Die „Auto verbieten verboten“-Plakate der CDU werden übrigens derzeit vielerorts so geknickt, dass nur „Auto verbieten“ übrig bleibt. Dieser Origami-Aktivismus fruchtet aber nicht, findet CDU-Sprecherin Stéphanie Weber: „Spätestens seit der Debatte um die Friedrichstraße wissen die Berlinerinnen und Berliner unsere Haltung zum Auto sehr genau einzuschätzen, unabhängig von mutwilligen Veränderungen an einzelnen Plakaten.“ Zurück zu einer generellen Frage:

Apropos Wahl: Nach langem Zögern hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) „kommunikative Fehler“ rund um sein Arbeitspensum am ersten Tag des Stromausfalls eingeräumt und die Berlinerinnen und Berliner um Entschuldigung gebeten. „Es tut mir aufrichtig leid“, sagte Wegner der B.Z. Zuvor hatte er bereits seine Fraktion informiert und dort ebenfalls um Verzeihung gebeten. Indirekt hat er somit die Tagesspiegel-Recherche bestätigt, die er vor einer Woche noch als „Interpretation“ bezeichnete. Die Opposition sieht in der Entschuldigung Ausflüchte oder Wahlkampfmanöver. Was die Menschen im Blackout-Gebiet davon halten, lesen Sie hier. Und ob die Wählerinnen und Wähler sie annehmen, sehen wir dann im September.
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Augenhöhe galt als das Erfolgsprinzip, um Senat und Bezirke bei der Verwaltungsreform an einen Tisch zu bringen – und dort zu halten. Ausgerechnet auf der Zielgeraden der Reform sehen die Bezirke dieses Prinzip nun jedoch verletzt. Weil sich der Senat 20 zusätzliche Stellen „zur Unterstützung der Reformbemühungen“ genehmigte, die Bezirke aber leer ausgehen, fühlen die sich jetzt hinter die Fichte geführt. „Das hat viele in den Bezirken wirklich getroffen, das war frech“, sagte Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, dem Checkpoint. Von „Selbstbedienungsmentalität“ des Senats ist angesichts der üppigen Eingruppierung der Stellen die Rede – je nach Erfahrungsstufe liegt das summierte Gehalt zwischen 9300 und 13.300 Euro im Monat. Aber auch andere Spannungen werfen den Reformprozess aus der Bahn. Kollege Robert Kiesel erklärt die Zusammenhänge hier unter diesem Link.
Wer nicht lesen will, muss hören: Seit 2019 versucht sich das Abgeordnetenhaus im Podcasten. Erst erschien die Reihe „Parlamentsgeflüster“ mit Einblicken ins Tagesgeschäft. Es folgte „Buchner trifft“, in dem der damalige Präsident Dennis Buchner (SPD) Berliner Persönlichkeiten ins Parlament einlud. Im Oktober startete seine Nachfolgerin Cornelia Seibeld (CDU) dann „Von Stadt zu Stadt“ über Berlins Städtepartnerschaften. Erschienen sind bisher zwei Episoden, eine über Tel Aviv, eine über Los Angeles.
Aber jetzt geht’s richtig los: „Für 2026 ist die Veröffentlichung mehrerer Folgen geplant“, schreibt ein Sprecher des Abgeordnetenhauses auf Checkpoint-Anfrage. Die Produktionskosten: 1562,50 Euro netto pro Folge. Die Fanbase: eher überschaubar. Zur genauen Zahl der Hörerinnen und Hörer liegen demnach „keine eigenen Erkenntnisse vor“. Obwohl man zumindest bei Spotify eigentlich nachschauen kann, wie oft ein selbst hochgeladener Podcast geklickt wird. Was man auch öffentlich einsehen kann: Die bisherigen beiden Folgen von „Von Stadt zu Stadt“ haben keine Bewertungen auf Spotify und Apple Music. Auf YouTube kommt Folge 1 auf 119 Aufrufe, Folge 2 auf 49. Viel Audio, wenig Audience.
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Spannender als so mancher Podcast: U-Bahn fahren. Oft noch spannender: ein- und aussteigen. 175 Bahnhöfe gibt’s in Berlin, jeder ein eigenes Universum mit oft kuriosen Google-Rezensionen.
Zu den Überperformern zählt die quietschbunte U-Paulsternstraße (4,2 Sterne): „Entweder war der Architekt extremer Kinderfreund oder auf LSD.“ Oder auch die U-Museuminsel (4,7 Sterne): „Vollkommen unberlinerisch, sauber und ordentlich.“ Probleme macht offensichtlich die U-Leinestraße (2,9 Sterne): „Auf der Suche nach Stress? Interessiert, neue Schimpfwörter zu lernen? Dann sind Sie hier genau richtig!“ Oder auch die U-Turmstraße (3,3 Sterne): „Stell dir vor, es ist Montagnachmittag und Menschen rauchen auf dem Bahnsteig Crack.“
Ein seriöses Ranking ist leider kaum möglich. Teils bewerten nur fünf Nutzer einen Bahnhof, teils mehr als tausend. Also fragen wir Sie: Welcher U-Bahnhof ist überraschend schön? Welcher ist schlicht unterirdisch? Und warum? Schicken Sie uns Ihren Top- und Ihren Flop-U-Bahnhof an checkpoint@tagesspiegel.de. Letztere leiten wir an die BVG weiter, mit der freundlichen Bitte um Frühjahrsputz.
Auch überirdisch stinkt’s: Die Luft ist so schlecht wie lange nicht. In den ersten drei Monaten des Jahres hing ungewöhnlich viel Feinstaub über der Stadt. Von den zehn bisher meistbelasteten Messorten befinden sich laut Umweltbundesamt fünf in Berlin. Trauriger Spitzenreiter ist bundesweit die Messstation Silbersteinstraße, die seit Jahren prominent auf den Schadstofftabellen erscheint. Der (eigentlich lasche) Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wurde dort bereits an 22 Tagen überschritten – höchstens 35-mal pro Jahr ist das erlaubt, sonst muss der Senat einen Luftreinhalteplan aufstellen.
„Berlin und Brandenburg hat es am heftigsten erwischt“, sagte Ute Dauert vom Umweltbundesamt dem Checkpoint. Sie erklärt sich die Werte so: Wegen der Kälte wurde mehr geheizt und mehr Auto gefahren. Weil es kaum Regen und Wind gab, blieb der Feinstaub über der Stadt hängen. Noch mehr Schadstoffe wurden aus Kraftwerken und Öfen in Polen hergeweht. „Das war für uns wirklich ein Aha-Effekt, was bei solchen Wetterlagen möglich ist.“
Gestern stand es im Checkpoint, wenige Stunden später wurde es vom Senat beschlossen: Berlin veranstaltet von 2034 bis 2037 eine Internationale Bauausstellung (IBA). Was dabei herauskommen kann, zeigen frühere Ausgaben im damaligen West-Berlin: In den 1950er Jahren entstand etwa das Hansaviertel im Tiergarten. Bei der IBA in den 1980er Jahren rückte die behutsame Stadterneuerung in den Mittelpunkt. Berühmte Architekten wie Josef Paul Kleihues, Max Dudler, Aldo Rossi und Zaha Hadid verewigten sich im Stadtbild. Einige Brandenburger Kommunen würden bei der IBA übrigens auch gern mitmachen. Wiesenburg, Bad Belzig, Potsdam und das Havelland mit Brandenburg und Rathenow zeigen Interesse. Im Industriestädtchen Premnitz träumt man bereits von einem schicken Wohnviertel am Wasser. Frage für einen Freund: Ab wann kann man sich wohl auf die IBA-Wohnungen bewerben?
Und noch einige Lesetipps aus der Berlin-Redaktion:
+ Kampf um Termine in Lichtenberg: Deshalb wird die Einschulungsuntersuchung für viele Eltern heute wieder zum Klick-Marathon.
+ Kampf gegen Raser in Charlottenburg-Wilmersdorf: Der Bezirk will selbst für mehr Tempo-Blitzer zahlen – aber die Innensenatorin sieht keine Chance.
+ Kampf um die Verlängerung der U8: Welche neuen Bahnhöfe Reinickendorf bekommt – und was das kosten wird.
+ Kampf gegen Hasskriminalität: Wie der Senat queere Menschen besser schützen und besonders gefährdete Orte sicherer gestalten will.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Neue Informationen im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen in einem Neuköllner Jugendklub: Mitarbeiterinnen eines benachbarten Mädchenzentrums haben ein Dokument vorgelegt, das Rücksichtnahme auf die acht Verdächtigen bekräftigt. Demnach wollten Mitarbeiterinnen des Jugendamtes die Polizei zunächst nicht einschalten, um die arabischstämmigen Jugendlichen nicht zu marginalisieren und zu stigmatisieren. Alexander Fröhlich analysiert die zweiseitige Erklärung.
Über 175 marode Brücken müssen wir (bald nicht mehr) gehen: Sie sollen innerhalb von 15 Jahren abgerissen und neu gebaut, weitere 125 in größerem Stil saniert werden. Der Senat hat den Masterplan Brücken 2025-2040 beschlossen. Kosten: rund 1,84 Milliarden Euro.
Ein halbes Jahr nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Adlershof lief am Dienstagmorgen eine Razzia gegen vier Verdächtige aus der linksextremistischen Szene. Die Polizei hat unter anderem Wohnungen und Büros in Mitte, Neukölln, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow durchsucht und Beweismittel sichergestellt.
Nach dem Filmfest ist vor dem Filmfest. Berlinale-Chefin Tricia Tuttle setzt mit Blick auf 2027 auf eine „nicht ganz geheime Geheimwaffe“: das Publikum. Das Festival beginnt einen Tag früher, um mit zwei Publikumstagen enden zu können. Endlich eine Überlänge, die sich lohnt.
Der Wink mit dem Zaunpfahl am Görlitzer Park wird teuer: Mehr als 250.000 Euro hat allein die Bewachung der Bauarbeiten durch eine Securityfirma gekostet. Hinzukommen tausende Einsatzstunden der Polizei, die kontrollierte, ob jederzeit alle Latten am Zaun waren.
Weiter geht’s mit besseren Ideen: In Berlin wird wieder mehr erfunden. Im Bundesländervergleich des Europäischen Patentamts liegen wir mit 673 Anmeldungen zwar nur auf Platz 7, haben aber im Gegensatz zu den Spitzenreitern Bayern und Baden-Württemberg leicht zugelegt.
Das liegt auch an solchen Tüfteleien: Eine ehemalige Berliner Kripo-Kommissarin hat in der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ ein selbst entwickeltes Lifting-Serum an die Investoren gebracht. Statt Verbrechern bekämpft sie jetzt Falten, während ihr alter Arbeitgeber weiter nach einem Anti-Aging-Rezept sucht (Stichwort Nachwuchsmangel).
Im Streit um den berühmten Schabowski‑Zettel gibt das Haus der Geschichte in Bonn klein bei: Die Stiftung verzichtet auf eine Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW und muss einem Journalisten nun offenlegen, wer den Zettel für 25.000 Euro verkauft hat. Vermutlich „sofort, unverzüglich“.
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Datum: Dienstag, 14. April 2026, 17:30 Uhr
Ort: Hansen & Heinrich AG, Toni-Lessler-Straße 23, 14193 Berlin-Grunewald (inkl. Getränke und Flying Dinner)
Eine Veranstaltung von Hansen & Heinrich in Kooperation mit dem Tagesspiegel.
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Verschoben werden dagegen Straßenumbenennungen: Die Bezirke sollen darauf bis zur Wahl möglichst verzichten. Das Landeswahlamt befürchtet wie schon bei der verschobenen Erhöhung der Anwohnerparkgebühren, dass Änderungen in den IT-Systemen von Straßenverzeichnis und Melderegister die Wahlvorbereitungen durcheinanderbringen. Sicher ist sicher.
Checkpoint wirkt: Schachtalent Klara aus Kladow kann im Juni zur Jugend-Schach-WM nach Italien fahren. 200 Personen haben kleinere und größere Beträge gespendet. Am Ende kamen mehr als 5000 Euro zusammen. Buona fortuna!
Ein geschickter Schachzug war es, Engin Çatık zum Schulleiter der Bergius-Schule in Friedenau zu machen: Vor etwa einem Jahr hat er die Problemschule in kürzester Zeit aus dem Krisenmodus geholt. Jetzt zieht er weiter: Er soll ab September eine Leitungsaufgabe an einer anderen Bildungsinstitution übernehmen, heißt es etwas kryptisch. Mehr wird nicht verraten. Aber an Baustellen mangelt es im Schulwesen bekanntlich nicht.
Zitat
„Die erste Woche war wirklich schwierig, da war mir sehr langweilig. Aber dann ging es plötzlich.“
Louis (15) aus der zehnten Klasse hat mit 73 anderen Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Schule in Köpenick drei Wochen aufs Handy verzichtet.
Stadtleben
Verlosung – Schuster Wilhelm Voigt aka der Hauptmann von Köpenick hat die Nase voll und stürmt das Rathaus! Einen der berühmtesten Berlin-Stoffe bringt das Berliner Ensemble auf die Bühne – als One-Man-Show des Schauspielers Max Hopp, begleitet von der Musikerin Doris Decker. Für die Premiere am Freitag (19.30 Uhr) verlosen wir 5x2 Karten! Bewerbung hier, regulär ab 32 Euro, Bertolt-Brecht-Platz 1, S/U Friedrichstraße
Essen & Trinken – Klingt abgedroschen, ist aber so: Ein Besuch in der „Osteria Tressanti“ fühlt sich an wie ein Abendessen in Rom. Selbst spätabends bekommt man hier noch einen Teller Pasta Carbonara. Die extra bissfesten Rigatoni sind typisch römisch, außerdem besticht der Klassiker dort durch besonders viel Eigelb, krossen Guanciale und eine großzügige Menge an Pecorino. Mo-Sa ab 12 Uhr, Prenzlauer Allee 41, Tram Marienburger Str.
Noch hingehen – In der Kollwitzstraße 53 endet eine Ära: Das Theater o.N. zieht aus. Am Wochenende gibt es ein Abschiedsfest mit einem Rückblick in Liedern – beide Termine sind ausverkauft. Wer sich dringend noch verabschieden will, hat trotzdem noch eine Chance: Für April wurden spontan ein paar Zusatzvorstellungen eingetütet, darunter das Kinderstück „Dschinniya“ (25./26.4.) und Daumenkino (29.4.). Kollwitzstr. 53, U Senefelder Platz
Last-Minute-Dart – Wer Dart noch für ein nerdiges Hobby hält: Die Profis füllen inzwischen die Uber Arena. Morgen gastiert dort die Tour-Serie Premier League Darts (Tickets ab 119 Euro). Mal selbst ausprobieren? Hier gibt es eine Liste mit Spielorten. Heute hat „Die Darterei“ das Moderationsteam von Sport1 zu Gast (17 Uhr), Boardbuchung ab 14 Euro, Berliner Allee 106, Tram Albertinenstr.
Kiekste
Wildschwein Kevin macht weiter Berlin unsicher: Nach seinem Shoppingtrip in Köpenick dreht er jetzt zwischen Krokussen in Schmargendorf auf. Checkpoint-Leser Willy Riedl traf ihn am Platz am Wilden Eber – Kamera sei Dank! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): In den folgenden beiden Nächten ist die Autobahn jeweils von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Heckerdamm bzw. Jakob-Kaiser-Platz und Hohenzollerndamm gesperrt. Eine weitere Sperrung ist zwischen Detmolder Straße und Konstanzer Straße eingerichtet.
Neukölln: Von 9.30-13 Uhr kommt es zu kurzzeitigen Sperrungen an mehreren Kreuzungen rund um die Karl-Marx-Straße und Hermannstraße.
Tiergarten: Der Tiergartentunnel ist in den Nächten bis Freitagmorgen gesperrt, in Fahrtrichtung Kreuzberg von 20.30 bis 5 Uhr und in Fahrtrichtung Moabit von 21 bis 5 Uhr.
Nahverkehr – S-Bahn – S75: Von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Springpfuhl und Warschauer Straße unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind zehn Demos angemeldet (Stand 24.3., 15 Uhr), u.a. „Protestkundgebung der Beschäftigten der Firma IAV“: 450 Menschen, „IG Metall“, Carnotstr. 1 (12-13.15 Uhr)
„Hands off Lebanon – Not a meter less! Waffenexporte nach Israel einstellen – Gegen die Vertreibung, Bombardierung und das Töten im Libanon“: 100 Demonstrierende, U-Bhf. Leopoldplatz (17-21 Uhr)
„bunt statt braun“: 50 Teilnehmende, „Omas gegen Rechts“, Jungfernstieg 4b (18-19 Uhr)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Franz Dinda (43), Schauspieler („Babylon Berlin“, „Das Boot“) und Künstler / „Greta, nach der Mathe-Arbeit feiern wir. Wir wünschen Dir einen großartigen 16. Geburtstag!“ / Ulf Poschardt (59), Journalist, Herausgeber der „Welt“-Gruppe
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Christa Gisela Beyer (geb. Schweinitz), * 16. April 1944, verstorben am 24. Februar 2026 / Daphne Buddensieg, * 22. März 1932, verstorben am 26. Februar 2026 / Dr. Ralf Justiz, * 16. April 1943, verstorben am 5. März 2026
Stolperstein – Adele Alifeld (*1865) war Lehrerin und blieb ledig. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurden jüdische Lehrkräfte aus ihrem Beruf entlassen – Adele war zu diesem Zeitpunkt bereits in Rente. Innerhalb Berlins musste sie mehrfach umziehen, bevor sie am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde. Nur wenige Tage später, am 25. März 1943, wurde sie dort ermordet. An Adele Alifeld erinnert ein Stolperstein in der Nassauischen Str. 30 in Wilmersdorf.
Encore
Beim Anflug auf den Hauptstadtflughafen sehen Passagiere gerade Kornkreise: Auf einem nahegelegenen Feld wurde der Schriftzug „Thank you for flying Lufthansa“ eingemäht, offenbar eine Aktion zum 100. Jubiläum des Konzerns. Obwohl 1926 hier gegründet, hat die Lufthansa ein eher schwieriges Verhältnis zu Berlin: Erst kürzlich verhinderte sie durch Lobbyarbeit bei der Bundesregierung bekanntlich Landerechte für die Konkurrenz am BER. Nimmt die Airline mit dem Rasen-Spruch etwa den Flughafen aufs Korn? Vielleicht eine Frage der Ähre.
Hart geackert haben Anne Roggensack, Sönke Matschurek (Texte und Recherche) und Anna Thewalt (Hinweise), bunte Früchte hat Antje Scherer für das Stadtleben gepflückt. Clara Kreuzberg (Produktion) hat das Ergebnis am frühen Morgen ausgeliefert. Und wir lesen uns morgen an dieser Stelle wieder.
Einen guten Start in den Tag und bis dahin

