Vier Standorte für Hertha

Der Senat will vier Standorte für ein neues Hertha-Stadion prüfen: drei auf dem Flughafengelände Tegel, einen auf dem zentralen Festplatz ein paar Hundert Meter weiter (Q: Mopo). Gemeinsames Merkmal: Keiner davon ist über die Schiene zu erreichen. Aber dafür alle (noch) recht günstig per Flugzeug. Und hier schon mal exklusiv der CP-Entwurf einer Pressemittelung, die Fraktionschef Sebastian Czaja heute verbreiten könnte: „Ein weiteres starkes Argument für die Offenhaltung von Tegel…“

Ok, ok. Ein starkes Argument gegen TXL als Standort für das neue Hertha-Stadion sind allerdings die dort ansässigen 50 Feldlerchen, die gentrifiziert werden müssten. Wenn TXL in Kreuzberg läge, würde Florian Schmidt sicher versuchen, für den Bezirk das Vorkaufsrecht zu ziehen. Apropos Feldlerchen – was macht eigentlich die „Sexaffäre Nachtigall“ (CP v. 12.3.18 ff)? Sie erinnern sich: Für ein FU-Forschungsprojekt (Clusterantrag in der Exzellenzstrategie, ERC-Millionenförderung) wollte eine Wissenschaftlerin drei gezüchtete weibliche Vögel mit drei freilebenden männlichen Vögeln paaren. Das behördliche Genehmigungsvorspiel zog sich über sieben Monate hin - und dann? Hatten die Vögel keinen Bock mehr zu vögeln. Letzter offizieller Stand der Dinge: „Keine Jungtiere geschlüpft“.