Parteien könnten bei Berlin-Neuwahlen viel Geld verlieren
Sollte die September-Wahl erfolgreich angefochten werden, kann eine Wiederholung den Parteien teuer zu stehen kommen – aus mehreren Gründen. Aus dem Checkpoint. Von Lorenz Maroldt
Bei der Wahlanfechtung geht es nicht nur um Direktmandate und die Sitzverteilung, sondern auch um viel Geld: Sollte es tatsächlich in Berlin zu Neuwahlen kommen, in Teilen oder sogar komplett, ist die bisher berechnete staatliche Zuwendung an die Parteien perdu. Für die Schatzmeister ein Albtraum: Zum einen müsste ein weiterer Wahlkampf finanziertwerden, zum anderen dürfte die Wahlbeteiligung deutlich niedriger ausfallen – und Berechnungsgrundlage ist nicht das relative Ergebnis, sondern die absolute Zahl der Stimmen. So, jedenfalls kann jetzt niemand mehr sagen, er (oder sie) hätte vor lauter Träumen die Wahl nicht gesehen.