Vierzig Jahre Brandschutzmängel: Neues von der Else-Ury-Bibliothek
Etwas länger gedauert hat die Erkenntnis auch in der Kreuzberger Else-Ury-Bibliothek: Die hat im Februar plötzlich geschlossen, Begründung: fehlender Rettungsweg. Das war allerdings auch in den vierzig Jahren davor schon der Fall – wie der Bezirk eingestehen musste. Warum zur Hauptstadt-Hölle das niemandem aufgefallen ist, verrät Stadtrat Florian Schmidt (Grüne) jetzt auf BVV-Anfrage: Durch „massive Einsparungen beim Personal und bei den Bauunterhaltungsmitteln“ konnten die Berliner Baudienststellen ihre „originären Aufgaben“ seit Jahren nicht „vollumfänglich wahrnehmen“. Dazu gehören auch die Sicherheitschecks in öffentlichen Gebäuden. Erst vor kurzem konnte das Team seine (vollumfänglichst originären) Begehungen der Bibliothek abschließen – und machte prompt dicht. Jetzt wartet das Haus auf eine neue Außentreppe, doch die braucht ein „ordentliches Genehmigungsverfahren“. Oder kann man die irgendwo ausleihen?