Gesundheitssenatorin Kalayci will Ältere besser schützen
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hatte die Notwendigkeit längerer Kontaktreduzierung für Ältere und Vorerkrankte bereits Anfang der Woche angedeutet und „Selbstquarantäne“ empfohlen – der Regierende Bürgermeister wies sie dafür zurecht: Das sei nicht die verabredete Maßnahme des Senats. Und in einem Brief an die Senatorin protestieren einige Sozialdemokratinnen (darunter Bürgermeisterin a.D. Monika Wissel, die frühere Richterin Renate Citron-Piorkowski und die Ex-Bundestagsabgeordnete Siegrun Klemmer) gegen„Schutzhaft“, „Absonderung“ und „Altersdiskriminierung“. Im Checkpoint-Interview erklärt Dilek Kalayci jetzt ihre unveränderte Haltung so:
„Es geht um das höchste Gut, das wir haben: die Gesundheit. Ich finde, dass dies auch ein Schutzgut ist, für das die Politik und unsere Gesellschaft eine besondere Verantwortung tragen. Ich mache mir ernsthafte Sorgen um unsere älteren Menschen. Es geht nicht darum, sie einzusperren, sondern sie zu schützen vor einer tödlichen Krankheit. Übrigens leben heute schon viele alte Menschen in der sozialen Isolation. Vielleicht ist diese schlimme Krise ein Anlass, sich mehr um sie zu kümmern.“
Ob die bisherigen Maßnahmen des Senats reichen, wie die Berliner Krankenhäuser vorbereitet sind, wann neue Schutzkleidung geliefert wird und was sie selbst aus der Krise gelernt hat, verrät Dilek Kalayci weiter unten in der Rubrik „Durchgecheckt“. Aber jetzt sind wir erstmal gespannt auf Ihre Meinung zur Debatte über den richtigen und angemessenen Umgang mit Älteren und Vorerkrankten – bitte schön, hier sind Sie gefragt: