Probleme bei Berlins Plänen zur Schulöffnung
Notwendig werden die neuen Teststellen (Mitte hat eine auf dem Festplatz, Charlottenburg-Wilmersdorf plant eine weitere), weil Berlin das öffentliche Leben schrittweise wieder hochfährt. Am Montag sollen Berlins Schulen für die Zehntklässler öffnen – trotz abgesagter MSA-Prüfungen und entgegen der Pläne der Bundeskanzlerin (erst ab 4. Mai). Schützen sollen sich Schüler und Lehrer nach dem Willen von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) mit Masken. In Berlin sieht man die Vermummung kritisch und setzt auf den „Musterhygieneplan Corona“ (CP von gestern).
Unsere Rechenaufgabe zur Händewasch-Dauer am Rosa-Luxemburg-Gymnasium in Pankow hat für viel Knobelei bei Ihnen gesorgt – und zu leicht abweichenden Ergebnissen. Eine Auswahl:
41,666 Minuten
1:10 Stunden
> 2 Stunden
3:36:06 Stunden
108 Stunden
201,66 Stunden
Ursula T. schrieb: „Wir haben kapituliert. Mein Mann empfiehlt den Einsatz der Feuerwehr – natürlich im Freien!“ Wir ziehen mal den Corona-Joker, bis zum Mathe-Abi übernächsten Dienstag müssen Sie aber noch viel üben. Deshalb gleich noch eine Runde Mathe mit dem Checkpoint: Am Montag kommen 28.000 Zehntklässler zurück in die Schulen, eine Woche später folgen Sechstklässler, Neuntklässler der Sekundarstufen, der Abiturjahrgang 2021 und Schüler der Notbetreuung. Um die Abstandsregeln einzuhalten, werden Klassen in drei Gruppen geteilt. Gleichzeitig fehlen Berlin 30 Prozent der Lehrkräfte, weil sie zu Risikogruppen gehören. Aufgabe: Wie viele Lehrer benötigen Berlins 773 Schulen?
Immerhin mit dem Desinfektionsmittel für Schulen klappt es – freut sich zumindest Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers (SPD) in einem Brief an die Stadträte. Sie schreibt, es „ist uns nunmehr gelungen, weitere 4000 Liter Desinfektionsmittel zu ordern.“ Diese würden in „Gebinden á 1000 Liter“ bereitstehen. Stoffers schlägt vor, je drei Bezirke bekommen ein Fass mit 1000 Liter und teilen den Inhalt. Damit erntet sie aber keine Dankbarkeit. „Wir brauchen das Desinfektionsmittel nicht“, heißt es aus Spandau. Und scheinbar hat Stoffers auch das Kleingedruckte nicht gelesen. Auf dem Beipackzettel des Herstellers steht, das Umfüllen sei „grundsätzlich nicht vorgesehen“, die Verantwortung trage der Anwender. Setzen, sechs!