Wegen Sicherheitsbedenken?: Berlin verlegt Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma auf heute vor
Der europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma ist am 2. August. Dieses Jahr findet die traditionelle Gedenkveranstaltung jedoch einen Tag früher statt. Der mögliche Hintergrund: Eine Demonstration des Bündnisses „Querdenken-30 Berlin“ am Freitag. Von Lorenz Maroldt und Jessica Gummersbach.
Traditionell wird am 2. August, dem europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, am Denkmal nahe dem Brandenburger Tor der im Nationalsozialismus ermordeten Minderheiten gedacht. Nicht so in diesem Jahr – da findet die Veranstaltung bereits heute statt. Nach Checkpoint-Informationen gibt es wegen der Terminverschiebung innerhalb der Community ziemlichen Ärger. Ein möglicher Hintergrund: Morgen will das Bündnis „Querdenken-30 Berlin“ (bekannt als lautstarke Gegner der Corona-Maßnahmen) unter dem Motto „Weltfrieden, für ein Leben in Frieden und Freiheit“ vor dem Brandenburger Tor demonstrieren, in unmittelbarer Nähe des Gedenkortes für die ermordeten Sinti und Roma. Erwartet wird die Teilnahme bekannter Rechtsextremisten.