Wider die invasiven Arten

Wir geben bekannt!“, posaunt die Umweltverwaltung, und darum geht’s: „Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Maßnahmenblättern gemäß Artikel 19 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten.“ (III B 22 M) Oha - werden jetzt auch in Berlin Aliens gejagt?

Ein Blick auf die angelegte Liste zeigt: viel schlimmer. Es gibt bei uns offenbar eine bisher weitgehend unbemerkte Invasion u.a. der Buchstaben-Schmuckschildkröte, des Pallas-Schönhörnchens, der Schwarzkopf-Ruderente - und der Rote Amerikanische Sumpfkrebs, dessen Vorposten bereits auf der Straße des 17. Juni patrouillieren (CP vom 8.9.), ist auch dabei. Was tun? Bereits in der vergangenen Woche hatte der Umweltausschuss ja die delikate Frage diskutiert, ob erlegte RASK’s verspeist werden können (in echt!). Checkpoint-Leserin Irene Lemke-Stein sagt ja - und schickte uns dazu ihr Sumpfkrebs-an-Aioli-Rezept. Hier ist es:
 
Man nehme: 5 Knoblauchzehen, 1 EL feine Semmelbrösel, 1/2 TL Salz, 1 Messerspitze Cayenne-Pfeffer, 1 1/2 Tassen Olivenöl, 3 EL Zitronensaft 1 EL Weinessig, 4 Eigelb. Sodann: Semmelbrösel ca. 5 Minuten in Weinessig einweichen, mit feingehacktem Knobi zu fester Paste zerquetschen, das Eigelb nacheinander darunterschlagen, mit dem letzten Eigelb Salz & Pfeffer dazu, tropfenweise (!) Olivenöl drunterrühren, am Ende den Zitronensaft dazugeben, gekochten Sumpfkrebs reintunken - fertig (PS: Ohne Garantie, ich probiere das lieber nicht aus).