Verhängnisvolle Likes und Lacher

Zum Thema Likes und Lacher:

Likes:

Hätte Geraldine Rauch von ihrem Amt als TU-Präsidentin zurücktreten müssen? Das hatten wir Sie hier am Sonnabend gefragt, das Ergebnis: 67% von Ihnen sagen „Ja, auf jeden Fall“.

Die Berliner Professorin Naika Foroutan findet es dagegen „wichtig“, dass Rauch nicht zurücktritt – sie möchte das allerdings als Privatmeinung verstanden wissen. Ist vielleicht auch besser so, denn die Begründung lautet: „Damit nicht wie in den USA rechte Aktivisten, Think Tanks und Parteien eine Uni nach der anderen angreifen.“ Im Dienst dieser Sache ist es dann also ok, offenen Antisemitismus gut zu finden, wenn auch vielleicht aus Versehen, oder wie ist das zu verstehen?

Lacher:

Die Grünen-Abgeordnete Tuba Bozkurt hat ihren Zwischenruf im Parlament („Mannheim ist tot?“) als „pietätlos und unanständig“ bezeichnet und um Entschuldigung gebeten. Noch nicht geklärt ist, wer aus der Fraktion dazu hämisch lachte (und was daran bei der Debatte um einen erstochenen Polizisten so lustig gewesen sein soll).

Die Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch kündigte an, den Vorfall „aufzuarbeiten“. Mit Bozkurt verbindet sie noch eine andere unangenehme Geschichte: Bei einer Parteiveranstaltung war Jarasch von der Sprecherin für Antidiskriminierung öffentlich dafür gemaßregelt worden, dass sie auf die Frage nach einem Kindheitswunsch „Indianerhäuptling“ geantwortet hatte.

Es kommentiert Checkpoint-Ehrenautor Johann Wolfgang von Goethe:

Unsere moralische und politische Welt ist mit unterirdischen Gängen, Kellern und Kloaken miniert, wie eine große Stadt zu sein pflegt.“