747 Beschäftigte des Landes arbeiten „sachgrundlos befristet“
Noch was vom Senatstisch: In einer Vorlage fürs Abgeordnetenhaus berichtet die Regierung über das Prekariat in Diensten des Landes und seiner Unternehmen. Ein Parlamentsbeschluss vom November 2017 fordert die Abschaffung „sachgrundlos befristeter Arbeitsverträge“ im Zugriffsbereich des Landes und verlangt einen jährlichen Bericht darüber. Der liegt – nach Fristverlängerung, versteht sich – nun vor: Von knapp 74.000 erfassten Tarifbeschäftigten waren zum Jahresende 2018 genau 747, also ein Prozent, ohne Sachgrund befristet angestellt. Im September 2017 waren es noch 1,8 Prozent. Nur steht diese Bilanz auf tönernen Füßen, weil nicht alle Behörden alle Fragen beantwortet haben. Und die Hochschulen betonen, dass sie wegen befristeter Drittmittel auch künftig befristete Arbeitsverträge schließen können müssen.