Gefeierte Pianistin soll ausreisen
Die Fragwürdigkeiten des Ausländerrechts am Beispiel von Anastassiya Dranchuk, 28: Die gefeierte Konzertpianistin lebt seit 16 Jahren in Berlin, sie war damals auf Einladung der Musikhochschule „Hanns Eisler“ nach Berlin gezogen. Ihre Eltern, einst als Begleitung mit eingereist, sind heute Musiklehrer mit Festanstellung an einem Gymnasium und haben inzwischen einen deutschen Pass - anders als die Tochter, die u.a. Empfänge der Bundesregierung begleitete und die Gartenschau in Marzahn eröffnete. Kurz vor Weihnachten bekam sie jetzt die Aufforderung zur Ausreise - die Behörde bewertete ihre Bemühungen um eine Klärung des Aufenthaltsstatus als nicht ernsthaft genug. Julia Haak beschreibt hier in der „Berliner Zeitung“, was passiert, wenn „deutsche Bürokratie auf eine Bilderbuchkarriere trifft“.