Flussbad-Projekt widerspricht Lageso-Bericht
Jan Edler vom Flussbad-Projekt widerspricht in einer Mail an den Checkpoint der „abschließenden Einschätzung“ des Landesamts für Gesundheit (CP exklusiv v. 12.1.) und wirft dem Senat mangelnde Handlungsbereitschaft vor.
„Das begriffliche Verwirrspiel und die Gleichsetzung des Begriffes „EU-Badegewässer“ mit der Möglichkeit des legalen und sicheren Schwimmens sind ein ärgerlicher Berliner Sonderweg – und höchstwahrscheinlich illegal. Das größte Problem ist hier nicht in erster Linie die Wasserqualität, sondern das seit Jahren fehlende Bemühen in der zuständigen Senatsverwaltung (SenMVKU), den aktuellen Wissensstand in Entscheidungsrichtlinien, Handlungsideen und Maßnahmen umzusetzen.“
Das Flussbad-Projekt setzt auf das „Wasser-Monitoring-System“, das Phasen mit geringer Gewässerbelastung identifiziert. Das Lageso attestierte dem Spreekanal zwischen Bodemuseum und Fischerinsel dagegen „eine starke Grundbelastung verschiedener relevanter Krankheitserreger“ sowie „direkte, häufige, intensive und lang anhaltende mikrobielle Verunreinigungen durch Mischwasserüberläufe, diffuse Einträge, Fehleinleitungen und Frachten“. Konkrete Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des hygienischen
Zustands lägen nicht vor bzw. ließen sich „im Spreekanal nachweislich nur schwer bis gar nicht umsetzen“.