Senat plant Homeoffice-Fahrplan bei der U-Bahn 

Freitag ab eins macht jeder seins – oder Homeoffice. Das hat auch der Senat bemerkt und will deshalb auf einigen U-Bahnlinien den Fahrplan wegen der geringeren Nachfrage ausdünnen. Einen Homeoffice-Fahrplan, sozusagen. Im aktuellen Entwurf des Nahverkehrsplans 2026 bis 2028 ist die Rede davon, freitags auf allen Linien einen Fünf-Minuten-Takt einzuführen. Derzeit kommt etwa auf stark genutzten Linien wie U2 und U9 noch alle vier Minuten eine Bahn.

Im alten Nahverkehrsplan steht sogar noch das Ziel, zumindest in der Hauptverkehrszeit täglich einen 3,3-Minuten-Takt anzubieten. Aber seit der Pandemie sind, so sagt der Senat jetzt, die Fahrgastzahlen auf einst stark genutzten Innenstadtstrecken zurückgegangen. Deshalb soll es künftig reichen, wenn montags bis donnerstags alle vier Minuten und freitags alle fünf Minuten eine Bahn kommt. Was sich der Senat noch so mehr oder weniger Taktvolles ausgedacht hat, verrät Tagesspiegel-Verkehrsexperte Christian Latz in seiner Analyse.