„Den Weiterbau der A100 befürworten wir“: Wie die CDU den Autobahnbau begründet
Oh, Paris! Wie passend, dass wir uns heute dorthin träumen. Gerade saß ich noch mit einem Bolée de Cidre an der bretonischen Atlantikküste und hadere nach wie vor mit der zementierten Erkenntnis, dass Berlin leider nicht am Meer liegt.
Beinahe ebenso zementiert scheint die Tatsache, dass Berlin eine Autostadt ist (mit allen Vor- und Nachteilen). Während Paris in den vergangenen 20 Jahren konsequent zu einer Stadt mit mehr Grün und weniger Blech umgebaut wurde, brettert Berlin derzeit eher in eine andere Richtung. In der nächsten Woche werden drei weitere Autobahnkilometer durch die Innenstadt eröffnet (Baubeginn 2014) – aus Angst vor gewaltsamen Protesten verzichten Berlins Regierender Kai Wegner und der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) auf einen öffentlichen Festakt.
Vor dem Hotel Estrel (wo nun weniger öffentlich gefeiert werden soll) will Fridays for Future gemeinsam mit anderen Bündnissen die „A100 wegbassen“ – mal sehen, ob das im Verkehrslärm überhaupt jemand hört.
Dabei sollen doch Stadtautobahnen eigentlich dazu beitragen, den Verkehr aus den Wohngebieten rauszuhalten (siehe Paris!). Funktioniert nur leider nicht, wenn sie in eben jenen enden (und zudem noch auf einer derzeit nur einspurig befahrbaren Brücke). Doch hier nun dauerhaft Schluss zu machen und den bereits geplanten 17. Abschnitt nicht mehr zu bauen (wie es die Initiativen fordern: „Der letzte Meter“) wäre doch dann geradezu bretternd unlogisch.
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