Diverse Problem bei den Berliner Behörden VV

In Sachen Diversität kämpft Berlin bekanntlich mit diversen Problemen. Mit diesem hier hätten vermutlich die Wenigsten gerechnet: Mit dem Partizipationsgesetz (knackige Abkürzung PartMigG) wollte die damals noch rot-grün-rote Landesregierung die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte fördern. Dafür wurden alle öffentlichen Stellen verpflichtet, die Daten ihrer Mitarbeiter zu erheben – also erstmal abzufragen, wer denn welche Migrationsgeschichte hat. Anderthalb Jahre später startete die Befragung dann Ende Januar auch wirklich.

Nach Checkpoint-Informationen wurde die Frist jetzt bis zum 13. März (Mittwoch) verlängert – weil sich viel zu wenige an der Umfrage beteiligt hatten. Von den 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der öffentlichen Verwaltung haben nach Checkpoint-Informationen nicht mal 20 Prozent teilgenommen.

In der Polizei hat dem Vernehmen nach nicht mal jeder Zehnte den anonymisierten Online-Fragebogen ausgefüllt. Liegt vielleicht am schlanken Verfahren, durchgeführt vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. So heißt es in einer internen Mail, die an den Gesamtverteiler der Polizei ging: „Das kuvertierte Einladungsschreiben wurde Ihnen durch Ihre Dienststelle bereits ausgehändigt. Darin sind ein 12-stelliger Zugangsschlüssel sowie ein QR-Code enthalten. Mithilfe der Zugangsschlüssel ist lediglich die Zuordnung zur Polizei Berlin, nicht aber zu einer konkreten Person möglich. Sollte Ihnen der Brief mit dem Zugangsschlüssel nicht mehr vorliegen, können Sie sich an Ihren zuständigen Personalbereich wenden.“ Na, das sollte doch bis Mittwoch kein Problem sein, oder? Zumal etwaige Zweifel in einem Satz zerstreut werden: „Die Beantwortung der Fragen gilt als Arbeitszeit.“ Mahlzeit.