Berlin-Marathon ausgerechnet am Superwahltag

Am 26. September ist Superwahltag: Bezirke, Abgeordnetenhaus, Bundestag – und der Berlin-Marathon. Der Landessportbund spricht von einer „Riesenherausforderung“. Von Stefan Jacobs

Berlin-Marathon ausgerechnet am Superwahltag
Foto: Kriemann/Pop-Eye/Imago

Am 26. September ist Superwahltag: Bezirke, Abgeordnetenhaus, Bundestag, eventuell DW-Enteignen-Volksentscheid. Da bot es sich offenbar an, den Berlin-Marathon gleich mit zu erledigen, wenn einmal alle auf den Beinen sind. Der Landessportbund spricht von einer „Riesenherausforderung“ – zumal beide Ereignisse Tausende Helfer brauchen – und verweist auf die Verantwortung des Veranstalters SCC (der sich gestern nicht zurückgemeldet hat). Die Innenverwaltung teilt mit, die Kollision sei „uns bewusst und seit längerem bekannt.“ 2017 sei der Marathon ebenfalls am Wahlsonntag gewesen, und „die Erfahrungen haben gezeigt, dass beide Veranstaltungen durchaus parallel stattfinden können und es nicht zu Nachteilen gekommen ist“. Abgesehen davon, dass etwa 22.000 Wahlberechtigte auf dem Weg zur Urne die Laufstrecke queren mussten und TV-Sender im Regierungsviertel keine Stellplätze für ihre Ü-Wagen bekamen.