Das verlorene Haus - Teil 4
„Erzähl mal weiter“ – gemeinsam mit Berliner AutorInnen und Ihnen wollen wir während der Sommerferien Fortsetzungsgeschichten schaffen. Den Auftakt machte am Montag Wladimir Kaminer (hier zu lesen). In dieser Ausgabe folgt Teil vier.
Das verlorene Haus
Von Wladimir Kaminer, Thomas Kletschke, Lu D. Milla und (heute) Ilse Köhl
Er ließ den Stift sinken und wählte die Nummer des alten Försters... den er vor einigen Tagen zufällig bei einem Absackerbier getroffen hatte. Freizeichen, der Ruf ging durch, aber keine Reaktion am anderen Ende. Vielleicht war er mit seinem kleinen stinkenden Dackel „Hamlet“ unterwegs. Hamlet war schon älter, stank aus allen Öffnungen und musste wegen der altersbedingten Blasenschwäche mehrmals am Tag Gassi geführt werden. Erster, zweiter, dritter langer Ton und voilà: „Hallo,“ meldete sich die tiefe Försterstimme am anderen Ende. Kleines Räuspern, dann die Antwort: „Hallo, ich hoffe ich störe nicht. Erinnern Sie sich, wir haben uns letzte Woche an der Ecke bei Wolfi getroffen?“ Kurze Stille, „ahja, Sie Stressgeplagter, stimmt‘s?“ „Ja richtig, ich habe lange über das was Sie mir erzählt haben nachgedacht, ich werde es tun!“ So, nun war es raus, es war gesagt...
Morgen lesen Sie an dieser Stelle das Ende der Geschichte von Wladimir Kaminer und am Wochenende nochmal den gesamten Text im Tagesspiegel und auf Tagesspiegel.de.