Riesenauto abzugeben: Müll Museum im Soldiner Kiez schließt

Verbrennen ist im Wedding keine Option: Seit 2019 wird im Soldiner Kiez aus Dreck Design. Im Müll Museum an der Prinzenallee gibt’s Klamotten aus Trink-Tütchen und Skulpturen aus Elektroschrott, im vergangenen Jahr tagte der „Müllgipfel“ des Bezirks Mitte. Gäste aus Japan, Südafrika und der Ukraine bestaunten, was sonst auf der Straße landet, Workshops waren meist ausgebucht. Jetzt wird das Museum selbst recycelt: Am Freitag ist die letzte Führung.

Das Aus kommt nicht, weil kein Bedarf mehr besteht (schön wärs): Es sei klar gewesen, dass man die Räume nur so lange nutzen könne, bis die Stephanuskirche und das Gemeindehaus saniert werden, schreibt Lena Reich vom Museumsteam auf Checkpoint-Anfrage. Die Sammlung soll aber nicht in der Tonne landen, das Team sucht neue Räume: „Wir gehen auch gerne ins Humboldtforum.“ Für das größte Kunstwerk wird ein (privates) Zuhause gesucht: ein Auto aus Sperrholz, „das Tiny-House und Kiosk sein kann“. Anfragen gern an checkpoint@tagesspiegel.de, wir leiten weiter.