Spielzeit auf Probe
Berlin beweist gerade mal wieder eindrucksvoll, dass es zurecht die Entertainment-Hauptstadt ist. Nicht nur auf der politischen Bühne wird dem Zuschauer einiges geboten, sondern auch auf der klassischen. Nehmen wir die Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden: Nach sieben Jahren Sanierung läuft auf Berlins Mini-BER - die Kosten hoben rasant ab wie ein Ferienflieger in Schönefeld - der Spielbetrieb probeweise wieder an. Der Steuerzahler, der statt geplanter 239 Millionen am Ende 400 Millionen Euro ausgegeben haben wird, darf sich am Sonnabend schon mal auf ein Gratis-Konzert zum Start freuen. Dafür schließt die Oper nach zehn Tagen wieder: Zwei Monate wird die Technik justiert.