Museen wollen wieder öffnen dürfen – zunächst für Schulen

In einem Brief an Kulturstaatsministerin Grütters betonen die öffentlichen Museen ihre Systemrelevanz. Sie seien „Orte der Kontemplation“. Von Lorenz Maroldt.

Museen wollen wieder öffnen dürfen – zunächst für Schulen
Foto: promo

Die Leitungen der öffentlichen Museen (aus Berlin sind die Staatlichen Museen und die Berlinische Galerie dabei) bitten in einem nichtöffentlichen Brief an Kulturstaatsministerin Grütters und die Kultusministerkonferenz um ihre Wiedereröffnung – nicht nur trotz, sondern auch wegen Corona. Zunächst sollen die Schulen die Häuser nutzen können, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln (20 qm pro Person), die Direktorinnen und Direktoren erinnern an ihren Bildungsauftrag. Die weiteren Argumente aus dem Schreiben:

+ Museen sind „Orte der Kontemplation“ und „des stillen wie auch kommunikativen Einsehens“ (so wie die weiter offenen Kirchen auch).

+ „Jedes Werk stellt eine emotionale Batterie dar.“

+ „Das Museum ist ein Kraftort für die in dieser Zeit dringend benötigte Resilienz.“

Mit anderen Worten: Kunst ist zwar nicht immun, aber systemrelevant – auch wenn nichts davon auf der 28-seitigen Senatsliste der systemrelevanten Tätigkeiten steht (CP v. 24.1.).