Die Treppenposse am Bahnhof Zoo
Seit 2013 gibt es am Bahnhof Zoo Ärger mit einer U-Bahntreppe. Nun wird eine Behelfstreppe ersetzt durch eine neue Zwischenlösung. Für Checkpoint-Abonnenten. Von Robert Ide
Stolperdiepolter geht es jetzt hier weiter mit Berlins derzeit bester Komödie: Halbe Treppe. Am Bahnhof Zoo stolpern nicht nur die Kinder tagtäglich über ein Provisorium Berliner Baukultur. Die U-Bahn-Treppe mit der Nummer II/5 am Hardenbergplatz zerbröselte 2013 im Berliner Steinsand. Daraufhin gab es eine Behelfstreppe, auf der die Menschen ausrutschten und die nach fünf Tagen wieder abgerissen wurde, weshalb es danach ein halbes Jahr gar keine Treppe gab (Archivbericht hier). Schließlich, aber nicht schlussendlich ließ die BVG eine „provisorische Gerüsttreppe“ einbauen, die nun nach sechs Jahren langsam provisorisch in sich zusammenzukrachen droht.
Eigentlich wollte man hier ja stufenweise eine ganz neue, eine ganz richtige Treppe bauen, doch da sich am Zoo der gesamte Bahnhofsumbau verzögert und sich hier seit sieben Jahren alle Übergänge im Übergang befinden, bekommt die provisorische Treppe nur erstmal eine provisorisches Zwischenprovisorium. Die BVG vergibt gerade den Auftrag für eine immerhin neue halbe Treppe aus Stahlträgern und Beton und teilt auf Checkpoint-Nachfrage mit: „Die Bauzeit wird drei Monate in Anspruch nehmen und dann bei einer späteren Grundinstandsetzung des U-Bahnhofes Zoo durch ein in dieses Bauvorhaben integriertes Treppenbauwerk ersetzt.“ Ein Treppenwitz. Das weiß auch BVG-Sprecherin Petra Nelken, die trocken anmerkt: „Bevor Sie fragen: Die jetzt geplante Übergangslösung hat eine deutlich längere Lebensdauer und wird das letzte Provisorium sein.“ Mal sehen, wann Berlin hier endlich in die Stufe kommt.