Müller erlebt Tegel hautnah bei Ankunft aus L. A.

Michael Müller ist zurück aus Los Angeles - und musste nach der Landung in Tegel erstmal (wie alle anderen auch) ewig auf seinen Koffer warten (in Minuten: 45). Zur Erheiterung der Delegation rief er scheinempört bei Flughafen-Chef Lütke Daldrup an, der die Situation mit einem Fluch quittierte. Übrigens kamen die Koffer mit „Priority“-Badge als allerletzte aufs Rollband - willkommen zurück in Berlin! Für den Tagesspiegel hat Sidney Gennies den Regierenden nach L.A. begleitet, seinen Bericht („So far, so good“) finden Sie hier.

Während Müller noch über den Atlantik flog, forderte SPD-Fraktionschef Raed Saleh von seiner Partei einen „vollständigen personellen Neuanfang“: Die Sozialdemokratie werde heute „in weiten Teilen von Karrieristen und Apparatschiks geprägt“, die nicht mehr „die Sprache der ganz normalen Menschen sprechen“ (Q: Essay im Tagesspiegel). Dazu auch der Kommentar von Willy Brandt (gestern war sein 25. Todestag): „Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.“
PS: Die Berliner SPD ist jetzt auch in der „Forsa“-Sonntagsfrage bei 18 % angekommen - stärkste Koalitionspartei ist demnach die Linke (19 %). (Q: „Berliner Zeitung“)