Wie sich Corona auf Weihnachtsbräuche und Mobilität auswirkt
Berlin verändert sich ständig - auch im Lockdown. In einigen Ecken wird weniger Auto gefahren, woanders erlebt es eine Renaissance. Von Stefan Jacobs.
Eigentlich beginnt jetzt wieder die besinnliche Zeit, in der eingeborene Berliner sich über freie Parklücken und relativ leere Bahnen freuen. In diesem Jahr ist auch das anders, wie Meldungen von Weihnachtsbaumhändlern, Gänsezüchtern und Handyortungen zeigen. Interessant sind die Daten der Verkehrsinformationszentrale zum Autoverkehr: Die Lockdowns machten sich in der Leipziger Straße viel stärker bemerkbar (-40% im März, -15% im November) als an anderen Zählstellen. Das Vorjahresniveau erreichte der Autoverkehr in der Leipziger nur an einigen Septembertagen wieder. Auf der Berliner/Potsdamer Straße in Zehlendorf fuhren zwischen Sommer- und Herbstferien sogar mehr Autos als 2019. Der Semi-Lockdown vom November verringerte dort sowie an der Bornholmer/Wisbyer Straße den Autoverkehr nur um etwa fünf Prozent.