Beitrag von Lothar Heinke

Lorenz treibt schon länger als 30 Jahre sein Unwesen in der Berliner Presselandschaft. Kurz nach der Wende stand der baumlange Mensch in meinem Büro im „Morgen“. In der heutigen Taubenstraße. Und wollte „im Osten“ arbeiten. Artikel schreiben. Der erste „Wessi“, abgesehen von zwei alles-besser-wissenden Chefredakteuren aus dem Hause Springer. De kölsche Jung hatte Stephan Wiehler im Gefolge und war sehr neugierig. Und bescheiden. Freundlich und voller Elan. Er legte los, kam, sah und siegte… Kein Besserwessi, ein kluger Mensch ohne Allüren, mit Herz für andere, für den Job und den 1. FC Köln. Es passte. Bis der „Morgen“ abgemurkst und eingestellt wurde. Lorenz ist hier geblieben und Berliner geworden. Und plötzlich, vor 30 Jahren, war er mein Chef im „Tagesspiegel“, der Wessi, der aus dem Osten kam … (Lothar Heinke)