wir melden uns heute mit einer Sonderveröffentlichung. Drehen Sie dafür „Lust for Life“ von Iggy Pop in voller Lautstärke auf und stellen sich einen sehr langen Mann am Kontrabass vor. Lust for Life heißt für ihn: Lust for Journalismus. Guten Journalismus, ach was: den besten! Denn dieser Mann liebt Übertreibungen, ist immer etwas doller, etwas länger, etwas lauter, etwas besser als alle anderen. Einer, der zwei Stunden in der Nacht damit zubringen kann, den richtigen Tweet zu suchen. „Saß halt nicht“, sagt er mit der ihm eigenen Lakonie, ehrlich überrascht, wenn andere diesen schlafraubenden Perfektionismus nicht teilen. Wir mussten erst den Tweet des Tages abschaffen (und dann Twitter!), um ihn davon abzuhalten. Half auch nichts: Sucht er eben Links. Ausschreibungen. Karrieremeldungen. Den neuesten Gossip aus dem Senat. Da ist wieder einer aus der Kneipe gewankt und wen ruft er an? Wen sonst!
Er hat den BER eröffnet, verhalf dem Amtsblatt zu unverhofftem Ruhm – und jedem einzelnen von uns auf ganz persönliche Weise. Er macht Berlin „Amt, aber glücklich!“ und kämpft weiter die Nächte durch, bis die organisierte Unzuständigkeit besiegt ist. Wir heben unsere Gläser, trinken einen großen Schluck Fassbrause (und vielleicht noch ein Kölsch, und noch eins …) und singen: Auf 30 Jahre Tagesspiegel, 20 Jahre Chefredaktion, 10 Jahre Checkpoint. Auf die nächsten 10, 20, 30 Jahre und alles, was noch kommt (Weltherrschaft?!). Auf Dich, Lorenz! Los geht’s. (Anke Myrrhe & Ann-Kathrin Hipp)

Lorenz treibt schon länger als 30 Jahre sein Unwesen in der Berliner Presselandschaft. Kurz nach der Wende stand der baumlange Mensch in meinem Büro im „Morgen“. In der heutigen Taubenstraße. Und wollte „im Osten“ arbeiten. Artikel schreiben. Der erste „Wessi“, abgesehen von zwei alles-besser-wissenden Chefredakteuren aus dem Hause Springer. De kölsche Jung hatte Stephan Wiehler im Gefolge und war sehr neugierig. Und bescheiden. Freundlich und voller Elan. Er legte los, kam, sah und siegte… Kein Besserwessi, ein kluger Mensch ohne Allüren, mit Herz für andere, für den Job und den 1. FC Köln. Es passte. Bis der „Morgen“ abgemurkst und eingestellt wurde. Lorenz ist hier geblieben und Berliner geworden. Und plötzlich, vor 30 Jahren, war er mein Chef im „Tagesspiegel“, der Wessi, der aus dem Osten kam … (Lothar Heinke)
Im Spätsommer 1992 war’s. Freitagabend. Die Lokalredaktion der „Neuen Zeit“ hatte gerade die Frühausgabe fertig, da kamst Du reingeschlendert. Nanu. Du hattest Urlaub, wurdest erst am Montag zurückerwartet. Der Grund? Es gab noch kein Internet und daher nur einen einzigen Weg, herauszubekommen, was sich in der Zwischenzeit im Berliner Senat getan hatte: alle Zeitungen der letzten Wochen durchzublättern. Wir anderen machten das an unserem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, und wollten dann auch um Himmels willen nichts aktuell schreiben. Diese und jede andere Art von Bräsigkeit war Dir immer fremd. Darum durftest Du nach der Neuen-Zeit-Pleite 1994 ja auch direkt mit unserer Chefredakteurin Monika Zimmermann zum Tagesspiegel wechseln. Später hast Du etliche Deiner Neue-Zeit-Schäfchen wieder um Dich versammelt. Zeitung machen ist für mich nichts anderes als: mit Lorenz Zeitung machen. (Susanne Vieth-Entus)
Mein erster Job für den Tagesspiegel, als „Freier“.Termin im Puff bei Molly Luft, seinerzeit Berliner Schwergewicht in der sexuellen Dienstleistung. Für die Sommerserie „Singles in Berlin“, 1999 redaktionell betreut von Andreas Oswald, soll ich bei Molly recherchieren, ob Sexarbeiterinnen den Unterschied erkennen zwischen Single-Männern und Männern in fester Partnerschaft. Die Zitat-Überschrift „Singles stehen auf kräftige Handarbeit“ gab die Antwort, wurde aber im Tagesspiegel nicht gedruckt, stattdessen war die Zeile: Ein leichter Trend zur Berührung. Vor dem Einstellungsgespräch beim Chefredakteur, einem Deutsch-Italiener, gab Berlin-Ressortleiter Lorenz Maroldt den Rat: „Das Interview mit Molly Luft solltest du nicht erwähnen. Das kam bei ihm nicht so gut an.“ Ich wurde eingestellt. Danke nochmal, lieber Lorenz, für die Starthilfe. (Stephan Wiehler)

Irgendein Dienstagnachmittag, long, long time ago, im alten Tagesspiegel-Haus. Die Tür zur Berlin-Redaktion fliegt auf, eine kleine, elegante, rothaarige Frau betritt den Großraum. Ihre raschen Schritte führen sie zum Produktionstisch, wo der Ressortleiter seine Striche zieht: Mit Bleistift und Zeilenlineal zeichnet er im Maßstab eins zu eins das Layout der nächsten Ausgabe. Rathausreporterin Brigitte Grunert, ebenso legendär wie resolut, stoppt am Tisch und will den sitzenden Chef ansprechen, um die Themen der gerade beendeten Senats-PK zu bereden. Er lässt den Bleistift fallen, wendet sich der Kollegin zu, die nie um Fakten verlegen ist, dafür aber manchmal um etwas anderes. Beide sind jetzt fast Angesicht zu Angesicht. „Tach, Herr-äh-Herr-äh-Herr-äh ...“ „Maroldt!“ Beiderseitiges Zwinkern. „Ja, nu passma uff!“ Und im Handumdrehen war der Text besprochen – dank verschmitzter Kommunikation auf Augenhöhe. (Björn Seeling)
Er hat über fast alles geschrieben: über zahllose Politiker, Musik, Bücher, Inseln, sogar über das, was in Berlin unter Bildung läuft. Berlin, Berlin als Bezugspunkt. Neugier, vor allem auf Menschen, als Wesenszug. Das ist die erste, im Beobachtungszeitraum von knapp 32 Jahren festgestellte Konstante. Die zweite: Er hatte selten Zeit, machte aber den Eindruck, immer Zeit zum Reden zu haben, möglichst auch zum Scherzen. Erstmals aufgefallen ist das, als er regelmäßig mit seiner roten Harley dienstags um 13:58 Uhr zur Senatspressekonferenz um 14 Uhr gedonnert ist, mit einer Art landespolitischem Sonderwegerecht. Damals konnte man durch Mitte noch fahren. Die dritte Konstante: Da war im Umgang miteinander immer das Vertrauen, dass man noch um 17:30 Uhr zusammen die Idee für ein „Von Tag zu Tag“ entwickeln und bis 18 Uhr den passenden Text geschrieben haben würde: Vertrauen, dass etwas geht. Toll. (Werner van Bebber)
Es folgt ein Gedicht: „Der Lorenz“.
Seit drei Jahrzehnten, fast schon ein Rekord,
schreibt Lorenz für den Tagesspiegel, Wort für Wort.
Vor zehn Jahren war’s dann so weit
Den Checkpoint geboren, Berlin war bereit.
Große und kleine Geschichten erzählt,
Mal bitter, mal süß, mal richtig gequält.
Ob Wowi, ob Giffey, ob Wegner aufs Korn.
Lesen wollt sich keiner, allen war's ein Dorn.
Und dann Michi Müller, sprach einst recht vergrimmt
Nicht alles, was so im Checkpoint steht, stimmt!
Doch Lorenz trat einfach zur Seit‘, nur einen Schritt:
Gab’s je bessere Werbung für’n Checkpoint als dit?
Ein Mann voll Geschichten, ein Mann gar mit Band
Lorenz Maroldt, Berlin-Newspaper-Man.
Ob Scherz, ob Ernst, mal kantig, mal ironisch,
Der Checkpoint bleibt bunt – und für Berlin: ikonisch.
(Daniel Böldt)
Manchmal, wenn der Chefredakteur sich bereit macht für eine weitere Nachtschicht im Dienst dieses Newsletters, kurz vor Feierabend der Normalsterblichen, sind aus dem Eckzimmer gegenüber dunkle Töne zu hören. Hat er Musik an? Er macht sie selbst. Der Kontrabass liegt immer griffbereit vor dem Schreibtisch, zwischen dem Checkpoint-Band-Equipment und dem Altpapiercontainer. Die Töne, die Lorenz anschlägt, sind heute nicht mehr so laut wie noch zu seiner Zeit als Punk-Band-Mitglied. War das gerade eine alterierte Tonleiter? Auch sprachlich ist Lorenz längst beim Jazz einzuordnen. Kleine Nadelstiche mit großer Wirkung. Wenn ich den Kontrabass höre, dann weiß ich: Morgen lese ich den Newsletter. (Christoph Dowe)

Zeit für unser beliebtes Wochenrätsel (für Lorenz-Kenner und alle, die es werden wollen)! Fünf Fragen, ein Lösungswort und die Chance auf einen limitierten Tagesspiegel-Kaffee! Viel Spaß!
Zum Start eine Kontroverse: Zu welcher Tierart gehört Beverly?
B) Katze
K) Fledermaus
T) Zwergspitz
Was beschreibt die „organisierte Unzuständigkeit“?
U) den Zustand der Berliner Verwaltung
R) die Proben der Checkpoint-Band
I) das Spielverhalten des 1. FC Köln
Apropos: Welches Instrument spielt Lorenz in der Checkpoint-Band?
A) Nasenflöte
S) Kontrabass
L) beides
Was ist im Podcast-Studio streng verboten?
O) Schimpfwörter
C) Offene Getränke
V) Beverly
Und wer schreibt heute eigentlich Checkpoint?
L) Lorenz!
O) Lorenz?
H) Frag mal Nora.
(Jessica Gummersbach)
Dieser Mann ist vielseitig. Das wissen alle. Was man aber nicht so oft erfährt ist, dass er auch Niederlagen kann. Passiert nicht oft und journalistisch sowieso ganz selten. Dafür muss man schon mit ihm zum Fußball gehen. Dorthin, wo es besonders wehtut. Allianz Arena, 17. April 2024. Mit großer Würde trägt er den Arsenal-Rucksack durch die Stadt. Und mit noch größerer Souveränität sieht er zu, wie Kimmich, halb so groß wie er selbst, trifft, per Kopf, gegen Arsenal, Champions League. Das Aus. Und alles, was ihn auch journalistisch auszeichnet vereint sich danach: messerscharf die Analyse, lakonisch sein Blick nach vorne: „Gegen Real werdet ihr es schwer haben.“ Er sollte Recht behalten. Logisch. Aber das Beste an diesem Abend: Lorenz Maroldt kann sich immer wieder aufs Neue begeistern für das, was er tut – egal, ob es sein Beruf und seine Arbeit seit vielen Jahren ist, oder die schönen Dinge im Leben, selbst wenn sie mal mit einer Niederlage verbunden sind. Und wenn man diese Freude in Beruf und abseits dessen teilen kann, ist sie doppelt schön. Danke dafür! (Christian Tretbar)
Lorenz verkörpert eine in unserem Beruf seltene Mischung: Er verbindet große fachliche Kompetenz mit Stilsicherheit, ist ziemlich frei von Eitelkeit, hat Humor und scheut sich vor Zartheit der Formulierung genauso wenig wie vor galliger Boshaftigkeit – alles zu seiner Zeit. Vor allem aber: Er ist ziemlich angstfrei, das gilt im Kleinen wie im Großen, egal, ob man das nun klein oder groß schreibt. (Gerd Appenzeller)

Niemals geht man so ganz, sang die große Trude Herr. Sie meinte, ja, was wohl? Köln, Kölle, mit zwei L. Wegen der beiden Türme des Doms. Wenn man die aufragen sieht, bei der Fahrt über die Brücke - dann ist das doch irgendwie Heimat. Lorenz ist Berliner, klar, aber auch Kölner. Immer noch, nach all diesen Jahren. Sagen wir: Er hat noch einen Koffer in Köln. Die Städte sind aber auch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie mancher nach ewigen Stunden im Abteil oder auf der Autobahn glauben könnte. Den heiligen Dom zum Beispiel gäb‘ es ohne Preußen so gar nicht; und den Checkpoint, Kathedrale der Newsletter, ohne den rheinischen Preußen auch nicht. Lorenz ragt damit heraus, weithin sichtbar, über die zwei Städte hinaus. Was den Koffer angeht: Wenn’s darauf ankommt, trag ich ihn Dir. Auch zurück nach Berlin. Der Checkpoint wartet. (Stephan-Andreas Casdorff)
Berliner Schnuppen
Telegramm
Lorenz Maroldt ist, wenn man....
... friedfertig und entgegenkommend mit Kritik von der Redakteurin einer anderen Zeitung umgeht.
... sich drei Wochen später von derselben Redakteurin um einen Job anhauen lässt – und ihn ihr gibt.
... nach zehn Jahren immer noch die atemberaubend frechsten Checkpoints schreibt. Oft imitiert, unerreicht! (Margarethe Gallersdörfer)
Als du beim Tagesspiegel angefangen hast, hatten wir uns nicht viel zu sagen. Ich war fünf. Als ich beim Tagesspiegel angefangen habe, war es kaum anders, denn ich war Volo. Aber wir mussten nicht viele Worte machen. Wir wollten beide über den Clown schreiben, den die Polizei damals im Görlitzer Park verprügelt hatte. Für dich ganz klar: die Seite 3 schreiben wir zusammen. Der Chefredakteur teilt sich die Autorenzeile mit dem Volo. Diese Größe hat nicht jeder. Aber du misst ja auch locker zwei Meter. (Sidney Gennies)
Unser Mann aus dem Tarifbereich B. Spandau im CP durch den Kakao ziehen?Darf in der Innenstadt nur einer, logo: Lorenz. Denn Lorenz ist einer von uns, Exil-Spandauer. 90er Jahre, Zimmerstraße, Wilhelmstadt, Kneipenkiez – da hat er in einer kleinen Wohnung gelebt („Ich musste in Bonn arbeiten und bin am Wochenende immer gependelt.“). Über Spandauer sagt man ja: Die kehren alle im Leben wieder zurück – und du? (André Görke)
Gerne tauscht Lorenz seinen Bürostuhl gegen den Rennradsattel und stellt jährlich beim Velocity klar, dass der Tagesspiegel nicht nur nachrichtlich Berlins schnellste Redaktion ist. Nur in diesem Jahr musste Lorenz nach etlichen Jahren erstmals aussetzen. Offenbar ein schlechtes Omen. Team Checkpoint wurde ohne seinen Kapitän von allerlei Pannen heimgesucht. Auch deshalb hoffen wir im nächsten Jahr wieder auf deinen Start! (Christian Latz)
Checkpoint-Laufgruppe goes Olympia: Allez! Wie die Profis starten wir am Hôtel de Ville. Statt an der Spree geht heute an der Seine entlang, vorbei am Louvre und dem Place de la Concorde bis zur Pont d’léna, von der wir auf den Eifelturm zulaufen. Von dort laufen wir auf der anderen Seine-Seite zurück auf Los – oder aber ins Quartier du Gros-Caillou. Statt des traditionellen Erdinger alkoholfrei empfehlen wir heute zur Regeneration ausnahmsweise Champagner. Santé! (Felix Hackenbruch)
Neun Stimmen für Berlin. So lautete am 23. September 1993 in Monte-Carlo das Ergebnis zu Olympia 2000. Lom, Reporter einer kleinen kritischen Zeitung aus Berlin – nein, nicht der Tagesspiegel – rechnete gründlich: Neun von 88 Stimmen, das war nicht die Mehrheit, sondern zehn Prozent. Berlin war raus, da gab’s nichts schönzurechnen, wie die Olympiawerber es getan hatten. Keine Frage, das war die Geburtsstunde von „Mathe mit dem Checkpoint“. (Sigrid Kneist)
„Wir träumen auch ein wenig davon, die Paralympics irgendwann in Deutschland ausrichten können“ – das schrieb Lorenz 2004 in der ersten „Paralympics Zeitung“. Vielleicht 2040? Paris 2024 ist auf jeden Fall auch nicht schlecht. Träumen wir weiter.
Kenner und Genießer wissen: Checkpointer sind keine Mathematiker. Da rutscht das Komma in seltenen Fällen an die falsche Stelle, einige überflüssige Nullen tauchen auf, man verzählt sich knapp. Um uns heute auf keinen Fall zu verrechnen, kramen wir den Abakus raus: 30 Jahre Tagesspiegel, 20 Jahre Chefredakteur und zehn Jahre Checkpoint, das macht: 2.143 erschiene Artikel im gedruckten Tagesspiegel und ganze 1.052 Checkpoint-Newsletter. Auf zu den nächsten Nullen und Kommas. (Nora Weiler)
Die Verantwortlichen des Guinness Buchs der Rekorde haben Rekordversuche im Schlafentzug von ihrer Bewertung ausgeschlossen, da sie eine große Gefahr für die Gesundheit der Anwärter darstellen können. Dem gegenüber bewies aber jetzt eine Neuroscience-Forschungsgruppe der Universität Cambridge, dass jahrelanger Schlafmangel unter bestimmten Umständen Zauberkräfte freisetzt und Märkte erschüttert. Bei ihrem Probanten handelte es sich um einen bekannten Berliner Zeitungsmacher. (Susanne Vieth-Entus)
Es kommentieren Oasis: „Is it my imagination / Or have I finally found something worth living for? / I was looking for some action / But all I found was cigarettes and alcohol / Is it my imagination / Or have I finally found something worth living for? / I was looking for some action / But all I found was cigarettes and alcohol“ Andere sagen: Nüsschen und Kaffee!

Zitat
„Berlin ist so bunt und vielfältig, deshalb muss man nicht jeden Morgen alles schwarz malen.“
Berlins Regierender Kai Wegner zu den Tagesspiegel-Jubiläen von Lorenz Maroldt
Stadtleben
Verlosung – Lang ersehnt und lange daran rumgetüftelt, nun kann man das sehr begehrte Statussymbol endlich hier im Checkpoint-Stadtleben ergattern! Die Rede ist von der Lorenz-Maroldt-Checkpoint-Tasse, designed by Naomi Fearn und vornehm produziert vom Drogeriemarkt Ihres Vertrauens. Nur heute können Sie bei uns ein einziges Exemplar dieser Kaffeetasse gewinnen (die es übrigens nirgendwo zu erwerben gibt). Bitte hinterlassen Sie bei Ihrer Teilnahme eine Adresse, damit wir Ihnen den Gewinn mit dem zuverlässigsten Zusteller Berlins zuschicken können. Wir wünschen viel Glück! (Nora Weiler)
Noch Hingehen – Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Hauptstadt fiebern dem heutigen Jubiläumsspektakel entgegen – auch die Berliner Tierwelt ist in heller Aufregung! Es summt und brummt und schlängelt und pfötelt von überall: 30, 20, 10! Keine Kosten und Mühen werden gescheut: Richten Sie heute Ihre Blicke nach oben, wenn ein Geschwader aus Seeadlern, orchestriert von Derk Ehlert – ehemals Wildtierexperte des Senat, nun Panelist-Pauschalist beim Tagesspiegel – das Logo des beliebten Berliner Käseblatts vor dem blauen Himmel formiert, während sich Spree und Westhafenkanal zwischen Charlottenburger Schlossgarten und Moabit, die Gewässer westlich kurz vor der Rudolf-Wissel-Brücke und östlich auf Höhe des Charlottenburger Verbindungskanals mittels lebendiger Fisch-Staudämme trennend, zu einem majestätischen, die Mierendorff-Insel umarmenden aquatischen „C“ verbinden.
Verpassen Sie nicht den Impuls-Vortrag der Sprecherin für kleine, benachteiligte und behinderte Tiere am Anhalter Bahnhof zum Thema „Festliche Power-Point-Präsentationen aufpeppen mit Katzen-Gifs“ und seien Sie gespannt auf den Höhepunkt der Festivitäten: Begleitet von Fuchsschwanzparaden, Löwen in Wildschweinkostümen und dem Chor der Nachtigallen, wird Beverly, Berlinerin des Jahres 2021, unter dem Brandenburger Tor auf Hinterbeinen balancierend die Melodie des Evergreens „Wir sind das Checkpoint-Team“ kläffen. Hoch lebe der Jubilar! Ein dreifaches Wuff! Wuff! WUFF! (Nadine Voß)
Grübelstoff – Was soll Lorenz als nächstes erfinden? Was braucht Berlin? Was der innovative, informative (& unterhaltsame) Journalismus von morgen? Schreiben Sie uns: checkpoint@tagesspiegel.de.
Kiekste
Fast wäre dieser Mann Basketballer oder Rockstar geworden. Dann wurde er doch lieber was anderes: Berliner. Weitere Lorenz-Schnappschüsse gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Zwischen Fischerinsel und Anhalter Bahnhof kommt Ihnen ein Riese in einem kleinen grünen Cabrio entgegen. Bitte fahren Sie äußerst rechts und überholen Sie nicht, aber schließen Türen und Fenster.
Demonstration – „Gegen die Diskriminierung älterer Führungskräfte“; ganztags, Askanischer Platz, keine Teilnehmer.
Gericht – Vor dem Arbeitsgericht muss sich ein Chefredakteur verantworten, der ein ganzes Jahr lang Tag und Nacht durchgeschuftet hat. Der Vorwurf lautet auf Selbstausbeutung in 365 Fällen. Die Staatsanwaltschaft strebt die dauerhafte Unterbringung es Täters in einem Verdi-Büro an. Möglicherweise sind die überwiegend ab Ende 2014 begangenen Taten allerdings verjährt.
Universität – Voller Bauch studiert nicht gern, leerer Kaffeepott aber auch nicht (11 Uhr, Konferenzbereich).
Grundkurs Mathe mit dem Checkpoint (ganztags, remote, integrale Anmeldung erforderlich).
Unser Berlin Heute wurde präsentiert von: Stefan Jacobs.
Zu Gast – Johnny Rotten, Steve Jones, Paul Cook und Glen Matlock werden an diesem Sonntag in der Stadt erwartet. Es ist mit vielen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Nachdem sich Noel und Liam Gallagher versöhnt haben und wieder mit Oasis auf Tour gehen wollen, tun die Sex Pistols es ihnen gleich und geben ihr erstes Reunion-Konzert auf der dafür gesperrten Fischerinsel. (Nora Weiler)
Encore

Fehlt noch was? Na klar! Damals! Ihr erinnert euch? Ein grau-grauer Januartag in Berlin. Schneeregen, Minustemperaturen, gerade stapfte der Yeti vorbei. Da stellten wir uns mit der Checkpoint-Laufgruppe aufs Feld, mit Bananen und Wasser aus dem Supermarkt, und plötzlich kamen sie. Aus allen Richtungen! Hunderte, tausende, ach was, hunderttausende! Läuferinnen und Läufer aus der ganzen Welt. Gewappnet, sich Kälte wie Nässe zu stellen und eine Runde übers Feld zu drehen. Und das ist es dann auch eigentlich schon: das Prinzip Lorenz und das Prinzip Checkpoint. Dass aus kleinen (Schnaps-)ideen was Großes und Großartiges wird. Man muss es nur machen.
In diesem Sinne: Weiter geht's! Den morgigen Checkpoint übernimmt... im Zweifel Lorenz! (danke dafür)