Warum Klimakleber künftig mit Auto-Slogans werben könnten
Noch eine gute Nachricht zum Mittwoch: Wenn Sie bald wieder wegen einer Straßenblockade der „Letzten Generation“ im Stau stehen, warten Sie nicht mehr im Stau … nein, nein … Sie werden „wachgerüttelt“! Das geht aus einem Schreiben der Aktivisten hervor, über das mein Kollege Alexander Fröhlich berichtet. Demnach sollen Worte wie „Stillstand“, „lahmlegen“ oder „Alltag unterbrechen“ künftig vermieden werden. Da gab es offenbar zuletzt zu viel schlechte Presse. Jetzt soll hingegen „die Magie des Machbaren mit positiver Sprache entfaltet“ werden – so formuliere das nicht ich, sondern einschlägige Kommunikationstrainer.
Also wird Berlin in zwei Wochen – ab dem 18. September – kräftig wachgerüttelt. Dann sollen die Blockaden in Berlin wieder losgehen. Und zwar mindestens bis Weihnachten. Bitte verkippen Sie darüber nicht jetzt schon Ihren Kaffee! Auch der sorgt schließlich für Dopamin. Noch glücklicher macht mich persönlich nur die ebenfalls von den Klebe-Aktivisten vorgeschlagene Formulierung: „Wir bewegen was!“ Weitere Ideen meinerseits wären: „So lässt sich’s leben“ (Fiat 2004), „Dynamik mit Flair“ (Peugeot 1989), „Es lohnt sich, auf einen Mercedes-Benz zu warten!“ (Mercedes, 1954) oder ganz schlicht: „Nichts ist unmöglich – Toyota.“ Weitere Vorschläge gern an checkpoint@tagesspiegel.de.