Koalition einigt sich auf verpflichtende Azubi-Umlage für Betriebe
Nach jahrelangem Hin und Her haben sich CDU und SPD geeinigt: Die Ausbildungsplatzumlage kommt – aber anders als zuletzt geplant. Das Gesetz zur Schaffung von mehr Azubi-Plätzen soll ab 2027 für etwa 25 Prozent der Betriebe gelten, ab 2028 sollen sie eine Abgabe in einen Fonds zahlen. Mit dem Geld werden Unternehmen unterstützt, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Ausgenommen von der Abgabe bleiben Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten – rund 75 Prozent in der Hauptstadt. Was neu ist: Nur wer neue Plätze schafft und über dem Schnitt von 3,1 Prozent liegt, bekommt die Kosten eines zusätzlichen Azubi-Platzes erstattet. Was gleich bleibt: Wirtschaftsverbände lehnen das Modell ab. Man befürchte, dass die Abgaben eines kleinen Betriebes, der keine Azubis findet, „zur vollständigen Finanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze in einem Konzern verwendet werden können“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.