Autoverkehr nimmt ab, aber Senat will weiter eine Autobahn durch Friedrichshain

Update zum Bericht über den um zwölf Prozent zurückgegangenen Autoverkehr in Berlin (CP von gestern): Jetzt hat die Verkehrsverwaltung die Anfrage nach ihren Schlussfolgerungen beantwortet. Demnach würden Radwege „gut angenommen“ und weiter ausgebaut, ABER: „Wir haben immer noch in Berlin längere Hauptverkehrszeiten, wo der motorisierte Verkehr eben der einer Metropole ist.“ Da produziere man leicht Stau und behindere ÖPNV und Wirtschaftsverkehr, wenn man z.B. eine Spur wegnehme. Deshalb würden Radwege „natürlich strategisch gut eingebettet in den gesamten Verkehr“. Zur Frage, ob trotz weniger Autoverkehrs auch die A100 wie vom Bundesauspuffministerium forciert quer durch Friedrichshain verlängert werden sollte, erklärt die Verwaltung, dass „eine taktisch gut eingeordnete Autobahn zur Reduzierung der innerstädtischen Verkehre“ führe. Wie man eine Autobahn mitten durch die Innenstadt „taktisch gut einordnet“, bleibt offen.