Was gestern sonst noch geschah

Was gestern sonst noch geschah:

+ „Ein bundesweites Schnelltest-Konzept ist nie gekommen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nach der Senatssitzung. Dazu auch folgende Meldung: Die „Test-Taskforce“ von Immobilienminister Spahn und Auspuffminister Scheuer erklärt, „dass die Taskforce ihre Aufgabe erfüllt hat und in den Stand-by-Modus treten kann“.

+ „Dringender Aufruf“, schreibt die Gesundheitsverwaltung: Der Senat appelliert an Dienstleister, zur Kontaktnachverfolgung „verfügbare digitale Angebote wie die Luca-App“ zu nutzen. Der Berliner Geschäftsführer Björn Grindberg hat’s ausprobiert, auf der App erscheint folgender Hinweis: „Dein Gesundheitsamt ist leider noch nicht dabei.“

+ Berlins Impfmanagement ist super, nur leider sind die Leute zu blöd, ihre Termine wahrzunehmen, meint der Regierende Bürgermeister. Unterdessen stapeln wir in der Checkpoint-Redaktion die Mails derjenigen, die doppelt und dreifach eingeladen wurden – aber niemanden erreichen konnten, um ihre nicht benötigten Slots für andere freizugeben.

+ „Testen, Testen, Testen“ lautet die Parole – und in Berlin soll das kostenlos sogar jeden Tag möglich sein, jedenfalls theoretisch. Und hier die Mail von einem leitenden Arzt, der solche Tests anbieten will: „Seit Februar bemühen wir uns, die Genehmigung zu bekommen. Leider scheinen die für die Zertifizierung zuständigen Damen und Herren der Senatsverwaltung im Homeoffice eingeschlafen zu sein. Im Februar und Anfang März wurde auf Anfragen per Brief und Mail vorsichtshalber gar nicht reagiert. Nach der Registrierung auf der nun frei geschalteten Webseite kam eine Eingangsbestätigung – das wars. Weder wird auf Nachfragen per Mail geantwortet, noch kommt man über die auf der Anmeldewebseite genannte Telefonnummer („wir sind für Sie da“) weiter. Die Callcenter-Dame bittet aber um Verständnis: „Das ist doch öffentlicher Dienst.“

+ „Hallo Herr Maroldt“, schreibt ein Checkpoint-Leser, „benötigen sie vielleicht für morgen ein negatives Sars-CoV2-2 Schnelltest Ergebnis? Ich habe ihnen bereits eines erstellt.“ Er hat es aus einem seiner alten negativen Ergebnisse mit einem PDF-Editor ininnerhalb von 5 Minuten perfekt zusammengebastelt – versehen mit aktuellem Datum, meinem Namen und meiner Büro-Anschrift. Wenn ich wollte (und Zeit hätte), könnte ich damit heute ohne Aufwand ins Museum gehen (mache ich natürlich nicht).