Vorstandswahlen bei den Berliner Grünen unterbrochen – neue Kandidatin nicht in Sicht

Bei den Berliner Grünen war was losgewesen am Wochenende, mannmannmannmannmann. Als treue Checkpoint-Leser:innen wird Sie nicht überraschen, dass Tanja Prinz, recht plötzlich als Herausforderin gegen Susanne Mertens aufgetaucht, auf dem Parteitag nicht zur Landesvorsitzenden gewählt wurde. Und das, obwohl Mertens vorher bei einer Realo-internen Abstimmung gegen Prinz verloren hatte und beim Parteitag gar nicht mehr angetreten war. Prinz wiederum hatte die drei Ohrfeigen, die ihre Parteifreunde ihr in Form von verlorenen Wahlgängen verabreichten, offenbar nicht erwartet – und verließ unter Tränen den Saal. Ein „Debakel fast mit Ansage“, schimpfte nicht nur Renate Künast am Sonnabend.

Und der Parteitag? „Unterbrochen“, am Mittwoch soll es weitergehen. Die Frage ist: Wer kandidiert als Nächste vor diesem Sauhaufen? „Die meisten gestandenen Politikerinnen kommen für den Co-Vorsitz nicht infrage. Ausgeschlossen sind laut Satzung u.a. Parlamentarierinnen und Bezirksamtsmitglieder. Bin gespannt, wer sich das in dieser aufgerauten Stimmung antun will“, kommentiert Kollege Daniel Böldt. Der hat sich diese – von außen recht unnötig wirkende – Selbstzerfleischung vor Ort zu Gemüte geführt. Wir bleiben dran!