Lieferdienst besorgt um Fahrer-Sicherheit: Wolt kritisiert Schreiners Planungsstopp für Radwege
Die neue Verkehrspolitik erfährt auch aus der Wirtschaft Kritik. Das Lieferunternehmen Wolt sieht durch den Radwege-Stopp vor allem die Sicherheit der Fahrer gefährdet. Von Daniel Böldt.
Wir bleiben auf Berlins Straßen: Die Sicherung des flüssigen Wirtschaftsverkehrs ist eines der Hauptargumente von Verkehrssenatorin Manja Schreiner für ihre „Atempause“ bei der Radwegplanung. Nur: Wirtschaftsverkehr rollt eben auch da, auf den Radwegen. Fabio Adlassnigg, Sprecher des Lieferdienst Wolt schreibt dem Checkpoint: „Den geplanten Stopp der Radwegprojekte beobachten wir mit großer Sorge. Ideen um Planungsstopps oder die krude Idee, Radwege zum temporären Parken freizugeben, gefährden nicht nur Radwege, die bereits längst zum wichtigen Wirtschaftsverkehr in der Stadt geworden sind, sondern vor allem das Leben von Wolt-Mitarbeitenden.“
Radwege fürs temporäre Parken freizugeben war fairerweise nur ein Gerücht. Dennoch: Es ist nicht so, dass Berlin keinen Bedarf an besseren Radwegen hätte (was auch Schreiner nicht bestreitet): In einer Umfrage unter Wolt-Fahrer:innen zur Verkehrssicherheit landete Berlin gerade mal auf dem 13. Platz von insgesamt 16 Städten (als gefährlicher wurden nur München, Dortmund und Köln bewertet).